Archiv

der Gastautoren

Do

16

Mai

2013

Frankensteins Traum wird wahr

von ANDREAS SENTKER

 

Aus normalen Körperzellen können Forscher nun die Kopie eines Menschen herstellen. Darf das sein? Die Nachricht von der Existenz des Klonschafs Dolly löste im Februar 1997 einen weltweiten Schock aus. Was Forscher als Sensation feierten, war für viele andere ein dramatischer Eingriff in die Natur – mit womöglich weitreichenden Folgen: Gibt es bald geklonte Menschen? Was schien nach Dolly nicht alles denkbar: kranke Väter, die genetisch identische Söhne als Organspender heranzüchten lassen. Kranke Hirne, in denen der Wunsch übermächtig wird, das Leben nach dem Tod im neuen Körper fortzusetzen. Existenzielle Fragen stellten sich: Darf ein Mensch zu einem nützlichen Zweck geboren werden? Ist er dann ganz Mensch?

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Fr

16

Nov

2012

Deutscher Rapper: zwischen religiösen Wahn, Hass, Gewaltaufruf und Führerkult

von SASCHA ZIRNSTEIN

 

In meiner Kindheit war ich fasziniert von dem damaligen Eishockeytrainer der bundesdeutschen Nationalmannschaft. Ich hatte zwar weder Zugang zu dieser Sportart noch zur Bundesrepublik ob eines unüberwindbaren “Schutzwalls” und der Tatsache, dass es im Osten nur zwei Eishockeymannschaften gab: Berlin und Weisswasser. Warum also war ich von diesem fremden Mann so fasziniert? Es war sein Name.

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Di

06

Nov

2012

"Wetten, dass..?", Jörg Knör, Hans Zippert und immer wieder Markus Lanz

von NILZ BOKELBERG

 

Ich muss gestehen: Seitdem ich ihn bei Roche und Böhmermann gesehen habe, kann ich den Lanz nicht mehr scheisse finden (schlimm übrigens, dass man von dem mittlerweile als „der Lanz“ spricht, so wie „der Wendler“…uaaah). So guck’ ich also mittlerweile die Woche über seine Talkshow, sicher auch weil das ein perfektes Vorbereitungsprogramm auf mein nächtliches Domian-Gucken ist. Und auch die zweite „Wetten, dass..?“-Folge ging in meinen Augen in Ordnung. Man sollte vielleicht mal diese unglaublich bigotte und lächerliche „Was sollen denn die internationalen Stars von uns denken?“-Diskussion lassen. Es ist ja nicht so, als wenn die da in einer überraschend banalen Show sitzen würden. Da wird man auf einer weltweiten Promotour wohl einige von sehen (wer jemals Sonntags italienisches Fernsehen gesehen hat, weiß was ich meine). Nur in Deutschland soll man sich jetzt schämen, weil Unterhaltung unterhält. Pappnasen.

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So

21

Okt

2012

Die Wende der Energiewende? Das ist sie wieder, die DDR!

von KLAUS KOCKS

 

Politik soll sinnvoll wirken, selbst dort, wo schlichte Willkür und blanker Irrsinn herrschen, versucht sie den Eindruck zu erwecken, sie folge irgendeiner höheren Logik. Politik will konzise und konsistent erscheinen, als Sachlogik ohne Alternative. Das ist in einer endlosen Folge von Ausreden und Verdrehungen die größte aller Lügen, die Lebenslüge einer machterhaltenden Demokratie.

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Di

02

Okt

2012

Dirk Bach ist tot - Pummel im Fummel

von MARIANNE KOLARIK

 

Er fand es wunderbar, am Abend im Kölner Schauspielhaus in einem Stück von Marlene Streeruwitz oder Carl Sternheim auf der Bühne zu stehen und tagsüber beim Privatsender RTL eine alberne Szene zu drehen: Dirk Bach, der am Montag im Alter von 51 Jahren tot in einem Appartement in Berlin aufgefunden wurde, war ein Grenzgänger zwischen U und E, zwischen Unterhaltung und Ernst, ein Spaßmacher und Ernstmacher in einer Person. Dass seine getragene Seite öffentlich wenig wahrgenommen wurde, liegt am Fernsehen: Hier wurde er als ulkender Moderator an der Seite von Sonja Zietlow in den sechs Staffeln der RTL-Show Ich bin ein Star – holt mich hier raus! bundesweit bekannt – mit Kommentaren, die das Auftreten der teilnehmenden B- und C-Prominenten lächerlich machten.

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Mo

27

Aug

2012

Der Code der Liebe

von KATHARINA NONNENBROICH

 

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Katharina Nonnenbroich

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Mo

21

Mai

2012

Facebook, die furchtbare, großartige Spekulationsachterbahn

von BERND GRAFF

 

Ich liebe Facebook, ich hasse Facebook. Es ist die beste Errungenschaft des Internets, es ist die schlimmste.

 

Facebook ist eine Infrastrukturseite. Sie hat die Suchmaschine als Startseite ersetzt. Warum? Weil Facebook mir Informationen sendet, die ich gar nicht erst suchen muss. Was ich möglicherweise wissen will und was ich nicht wissen will, alles liefert Facebook. Vor einiger Zeit hieß es noch: Du musst keine Information suchen. Sie findet dich. Inzwischen kann/muss man sagen: Facebook findet dich. Ich will nicht mehr von Facebook gefunden werden.

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Mi

29

Feb

2012

Es ist nicht einfach, grün zu sein

von JÜRGEN SCHMIEDER

 

Gegen Frankreich spielt die deutsche Nationalelf seit langer Zeit wieder in grünen Trikots. Das erinnert an Hans-Peter Briegel, Max Morlock und Gerd Müller - aber auch an Jens Jeremies. Ein Spruch im Nackenbereich des Leibchens knüpft ebenfalls an die Vergangenheit an.

 

Die Pose steht Lukas Podolski ausgezeichnet: entschlossener Blick, Hände am Ball. Viel wichtiger als Körperhaltung oder Mimik ist allerdings das neue Hemd, das der Nationalspieler trägt: Das neue Auswärtstrikot, das die deutsche Nationalelf am Mittwoch beim Spiel gegen Frankreich erstmals unter Praxisbedingungen präsentieren wird.

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Do

05

Jan

2012

Ein offener Brief an den Bundespräsidenten

von WOLFGANG LAFFERTHON

 

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Wulff!
1. Bis heute haben Sie die Frage nicht beantwortet, warum sie diesen mehr als skurrilen Weg der Finanzierung gewählt haben und nicht wie alles anderen "normalen" Häuslebauer über einen ganz normalen Bankkredit. Sie bzw. Ihre Anwälte geben an, dass "von vornherein beabsichtigt war, den Privatkredit nach Ab­schluss der Renovie­rungs­arbeiten durch einen Bankkredit abzulösen". Warum dann also überhaupt erst dieses Privatdarlehen? Könnten hier nicht doch die etwas besseren Zinsen gelockt haben?

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"Ich blute aus allen Löchern"

Sie ist das älteste Gewerbe der Welt. Sie ist eine Fleischbeschau. Sie verhindert womöglich Vergewaltigungen. Sie sorgt für Vergewaltigungen und Gewalt. Sie zerstört Leben. Sie bereichert Leben für wenige Minuten. Sie tötet. Sie vergisst nie: Die Straßenprostitution. Die Straßenprostitution in Nordrhein-Westfahlen ist breit gefächert. Es gibt die Drogenstrichs, die Kindermeilen, das Hausfrauenviertel und die Zwangsprostituierten. Freier machen sich wenig Gedanken über die Motivation der Huren. Für sie zählt einzig der Dienstleistungsgedanke. Gute "Ware" gegen gutes aber doch bitte geringes Entgelt. Mehr

Die aberwitzige Denkweise der Deutschen

Die Deutschen sind stolz auf ihren Umgang mit dem Holocaust, dem Dritten Reich und Israel. Konterkariert doch einzig die Verwendung von großen und stolzen Mahnmalen das Vergessen der Geschichte. Unsere Mahnmale sind nichts weiter als institutionelle Heucheleien der Ewiggestrigen. Auschwitz verkommt zur Vergnügunsplattform frühreifer Studenten und Schüler, die Mahnmale in Berlin für Juden, Homesexuelle und Sinti und Roma sind nichts weiter als protzende Scheinheiligkeiten und Gleisnereien. Mehr

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