Wir sind eine Jammertitten-Nation

von FLORIAN PASTERNY

 

Wieder einmal ist Facebook der Anstoß dieses Artikels. Denn seitdem Facebook der Stammtisch des 21. Jahrhunderts geworden ist, fallen Menschen durch Idiotie und Geschmacklosigkeit auf. Was sonst nur in dunklen Kneipen, betrunken und ohne großes Publikum besprochen wurde, hat seinen Weg in Millionen Haushalte gefunden, ohne natürliche Grenzen der Schichten in Deutschland. Im Netz verkommen viele zu Empörcaspern und Klatschaffen, zu Idioten und Besserwissern. Nun haben wir eine erneute Jahrhundertflut erlebt und was muss ich bei Facebook lesen? Was wird millionenfach geteilt und diskutiert? "Warum hilft uns eigentlich kein anderer Staat? Wieso nicht die EU? Wo sind die Spenden aus dem Ausland für unser Land? Wir sollten nichts mehr spenden und keinem Land der Welt mehr helfen, denn uns hilft auch keiner." Welch ein grober Schwachsinn.

Die Gesellschaft spaltet sich immer mehr. Doch hier nicht nur in der Frage nach der Klassenzugehörigkeit in Bourgeoisie, Proletariat, Mittelstand oder Oberschicht - sondern im Kern auf die Art des Meckerns, Jammerns und Kreischens. Mittlerweile ist dieses Jammern eine Farce geworden. Erst die Einsätze im Kosovo, in Afghanistan, dann die Hilfen für Griechenland und andere EU-Staaten und nun geeintes Heulen, weil niemand helfen wird. 

 

Die deutschen Frauen sind männerhassende Feministinnen und Männer weichgespülte Muttersöhnchen geworden. Verantwortung möchte niemand mehr übernehmen und wenn, dann nur noch zwangsweise. Überall wird nur noch gejammert und alles wird in diesem Land schlecht geredet. Die Polizei, das Gesundheitssystem, die Hilfsbereitschaft anderen Ländern gegenüber. Wir züchten in diesem Land nur noch stinkende Hartz IV- Generationen und verblödete Kinder – und ein Entkommen ist augenscheinlich nur in eine suizidale Richtung möglich.

 

Eine vor purem Egoismus triefende Botschaft

 

Doch wir legen nun das Augenmerk auf die Hochwasserkatastrophe in Süd-, Ost- und Norddeutschland. "Helft keinem anderen Land mehr, denn uns hilft auch niemand" - diese vor purem Egoismus triefende Botschaft wird seit Wochen auf Facebook geteilt, geliked und für gut befunden. Widerliche Aussage. Vor allem dann, wenn wir uns mal die letzten Jahrzehnte ansehen. Im Zweiten Weltkrieg hat Deutschland ganz Europa ins Chaos und in den Krieg gestürzt. Man vergisst dabei oft, dass Millionen von Paketen aus dem Ausland dafür gesorgt haben, dass hier niemand verhungern muss. Die deutsche Wirtschaft lag am Boden. Durch den Marshall-Plan wurden nach heutigem Wert 75 Milliarden Euro nach Kerneuropa gepumpt, davon ein Großteil nach Deutschland. Und was war mit Berlin? Als die Sowjets nach dem Krieg Berlin abriegelten, hat eine Hilfsaktion aus dem Ausland den Berlinern das Überleben gerettet: Die US Airforce und britische Royal Air Force haben während der sogenannten Luftbrücke 280.000 Hilfsflüge nach Berlin unternommen. Dabei sind 39 Briten und 31 Amerikaner ums Leben gekommen.

 

Und wie sieht es eigentlich mit iPhones der Deutschen aus? Den schicken Sportschuhen? Den Shirts und Hemden? All diese Dinge werden unter miesen Bedingungen in Bangladesch, den Philippinen oder Fernost hergestellt, damit der Deutsche an sich ein gemütliches Leben hat. Wie diese Menschen dort Leben interessiert den 18- jährigen iPhone-Nutzer und Hosenscheißer nicht. Wir lesen von Fabriken die dort verbrennen, in denen tausende Menschen sterben. Und wofür? Damit wir in Deutschland günstige Klamotten, Smartphones und Elektroartikel bekommen. 


Unterstützt uns wirklich kein Land dieser Welt? Haben wir in den letzten 70 Jahren nicht mehr als genug Unterstützung erhalten? Haben wir es nötig, dass ärmere Länder für uns spenden? Deutschland ist ein reiches Land und gehört natürlich zu den wenigen reichsten Ländern dieser Welt. Wer soll den für uns spenden? Die Griechen, die selbst kaum etwas zum leben haben? Afrika, wo die Menschen täglich verhungern und um ihr Überleben kämpfen? Tschechien und Polen, die von der Flut ebenfalls gebeutelt worden sind? Wir sind ein reiches Land und wir werden diese Katastrophe zusammen durchstehen und daran wachsen. Wir benötigen keine Spenden aus dem Ausland und keine Hilfen von der EU - nicht, weil wir schon genug Hilfen in den letzten 70 Jahren erhalten haben, sondern weil wir es schlichtweg nicht brauchen. Hier verhungern die Menschen nicht - anders in Ghana. Hier werden keine Menschen abgeschlachtet - anders im Sudan. Hier muss niemand um seine Freiheit kämpfen - anders in Syrien. Hier dürfen wir frei wählen gehen - anders in China. Hier können wir unsere Meinung frei äußern und demonstrieren - anders in der Türkei und in Ägypten. Hier ist der Staat nicht pleite und die Angst vor der Zukunft ist nicht groß - anders in Griechenland, Portugal und Spanien. Hier haben wir keinen Krieg - anders in Afghanistan, im Irak, in Israel und in Syrien. Hier haben wir nur Probleme - die andere gerne hätten.


Florian Pasterny

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Kommentare: 12
  • #1

    Martin Klebbe (Donnerstag, 27 Juni 2013 00:16)

    In 99% aller Artikel sprichst du das aus, was ich denke. Krass. Echt krass.

  • #2

    Tobias Rothmund (Donnerstag, 27 Juni 2013 00:17)

    alle Daumen hoch für dieser ehrlichen und wahren kommentar.

  • #3

    Eslaffk Minuuzk (Donnerstag, 27 Juni 2013 03:22)

    Eigentlich hast du einen recht guten Artikel geschrieben, es steht viel wahres drin, wenn auch sehr moralistisch formuliert, aber es trifft den Nagel auf den Kopf. Schade dass du dich dann aber in folgendem Absatz zu einer solch unterirdischen und hinterwäldlerischen Stammtischargumentation hinreissen lässt:

    "Die deutschen Frauen sind männerhassende Feministinnen und Männer weichgespülte Muttersöhnchen geworden. Verantwortung möchte niemand mehr übernehmen und wenn, dann nur noch zwangsweise. Überall wird nur noch gejammert und alles wird in diesem Land schlecht geredet. Die Polizei, das Gesundheitssystem, die Hilfsbereitschaft anderen Ländern gegenüber. Wir züchten in diesem Land nur noch stinkende Hartz IV- Generationen und verblödete Kinder – und ein Entkommen ist augenscheinlich nur in eine suizidale Richtung möglich."

    Entlarvender hättest du deinen Hass auf Feminismus, auf Männer, die sich den ihnen von der Gesellschaft aufgezwungenen Verhaltensweisen und aufgebürdeten Erwartungen (stark sein, hart sein, nicht weinen, Schmerzen aushalten, schuften gehen etc.) entziehen und auf Arbeitslose wahrlich nicht artikulieren können. Zugleich hättest du falscher mit einer derartig weltfremden Einschätzung der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland kaum liegen können. Feminismus bedeutet erstens mitnichten, Männer zu hassen und zweitens gibt es in Deutschland wahrlich wenige Frauen, die sich als Feministinnen verstehen, die selbstbewusst sind und sich von sexistischen Männern nichts gefallen lassen. Fühlst du dich etwa von den lächerlich wenigen selbstbewusst auftretenden Frauen in Deutschland schon eingeengt? Kratzt die Tatsache, dass es sie überhaupt gibt vermutlich an deinen sexistischen Vorstellungen davon, wie eine Frau zu sein hat? Bricht für dich die Welt in sich zusammen, weil sich immer mehr Frauen immer weniger ohne Reaktion gefallen lassen? Weisst du nicht mehr wo oben und unten ist, weil sich die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse langsam anfangen zu wandeln und dir die Verfügungsgewalt über Frauen zu entgleiten droht? Kommen wir zu den "verweichlichten Muttersöhnchen". In Deutschland ist immer noch eine überwältigende Mehrheit der Männer in machistischer Ideologie verfangen. Also worüber regst du dich auf? Und wenn dem so wäre, dass alle Männer "verweichlicht" und "Muttersöhnchen" wären, was würde dich daran stören? Ich zum Beispiel bin gerne weich und ich liebe meine Mutter. Weit mehr als meinen Vater. Ich lasse meine Emotionen zu statt sie zu verdrängen, zu verleugnen und zu hassen nach dem Motto "führ dich doch nicht auf wie ein Mädchen, du bist doch ein Mann!". Männer, die ihre Emotionen verdrängen, weil sie Angst haben als "weiblich" zu gelten sind erstens ziemlich kranke Menschen und zweitens ziemlich gefährliche Menschen, weil sie alles in sich hineinfressen und ihre dadurch entstehenden Aggressionen nicht selten an anderen Menschen entladen. Das vorherrschende Männerbild in dieser Gesellschaft ist menschenverachtend und absolut realitätsfern. Es stellt Erwartungen an Männer, die nur erfüllt werden können, wenn sich diese Männer teilweise ihres Menschseins entledigen. Und das fatale ist, dass die Propaganda dieses Männerbildes schon von klein auf auf Hochtouren läuft, in einem Alter, in dem Menschen noch mitnichten urteilsfähig sind und daher schutzlos ausgeliefert sind. ...

  • #4

    Eslaffk Minuuzk (Donnerstag, 27 Juni 2013 03:23)

    ... Nun weiter im Text: Du schwafelst davon, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen will. Von was für einer Verantwortung redest du? Etwa die, Kinder in die Welt zu setzen, damit die Deutschen bloss nicht aussterben? Oder die Verantwortung, zu lohnarbeiten für beschissen wenig Geld? Damit der Standort Deutschland weiterhin im Weltvergleich wirtschaftlich gut dasteht und "wettbewerbsfähig" bleibt? Du entblödest dich auch tatsächlich nicht auf die gute urdeutsche Deutsche Art über Arbeitslose herzuziehen wie über irgendein Ungeziefer, das die gesamte Gesellschaft verpestet. Und dann auch noch "züchten". Mehr Hass geht garnicht mehr! Du meinst also, der Hartz-IV-Regelsatz wäre zu hoch? Der Staat "züchtet" seine eigenen "Schmarotzer" heran, indem er ihnen "spätrömische Dekadenz" beschert, sodass niemand mehr seinen "faulen Hintern" bewegen muss? Schonmal was von struktureller Arbeitslosigkeit gehört, die durch die kapitalistische Produktionsweise systematisch erzeugt wird? Schonmal was davon gehört, dass es Hartz-IV-EmpfängerInnen in der Regel beschissen geht und sie sich nichts sehnlicher wünschen, als endlich eine Lohnarbeitsstelle zu erhalten und sei sie noch so schlecht bezahlt? Denn ja, so unterwürfig sind deutsche Arbeitslose in den meisten Fällen. Und hast du vielleicht schonmal davon erfahren, dass Hartz-IV-EmpfängerInnen das Widerlichtste vom Widerlichen zugemutet wird und sie es auch noch dankbar anzunehmen haben, sonst wird ordentlich gestrichen? Oder störst du dich einfach an Menschen, die "uns anständigen und ehrlichen Steuerzahlern" faul auf der Tasche liegen? Ziehst du eine Gesellschaft, in der rastlos geschuftet wird, einer Gesellschaft, in der Bedürfnisbefriedigung, Musse und Lustprinzip an erster Stelle stehen, vor? Das würde allerdings viel über deine Lustfeindlichkeit, deinen Arbeitsfetischismus und deinen autoritären Charakter, den du ja schon mit deinem Hass auf Feminismus und auf von den gesellschaftlichen Erwartungen abdriftende Männer unter Beweis gestellt hast, verraten. Dass es in dieser Gesellschaft verblödete Kinder noch und nöcher gibt, ist nicht zuletzt auch solchen Denkmustern, wie du sei verfolgst, geschuldet. Im übrigen ist Verblödung eher ein weltliches Problem und Fakt ist nunmal auch, dass wer sich in dieser Gesellschaft nicht leisten kann, sich auszuruhen und sich zu bilden, zur Verblödung förmlich verdammt ist.

  • #5

    Eslaffk Minuuzk (Donnerstag, 27 Juni 2013 03:49)

    Kleiner Nachtrag noch...

    Du meinst, die Deutschen reden alles an "ihrem" Land schlecht. Nun, ich bin bisher noch nirgends auf eine solch negative Haltung der Deutschen gegenüber Deutschland gestossen und ich habe mich bisher mit unzählichen Menschen unterhalten. Ich stellte bisher vor allem fest, dass die Deutschen vor allem mit Selbstlob nicht sparen. Überall wird Deutschland bis zum geht nicht mehr abgefeiert. Und das, obwohl es in Deutschland ganz eindeutig mehr Probleme gibt als Dinge, die man loben könnte. Du ziehst dann auch noch ausgerechnet die Polizei als Beispiel heran, an dem man erkennen könne, dass die Deutschen Deutschland schlecht reden. Auch wenn es so wäre, dass die Deutschen die Polizei schlecht redeten, sie ist so ziemlich das letzte, das in Schutz genommen werden sollte. Und das deutsche Gesundheitssystem redet nun wirklich kein Deutscher schlecht, sogar jene, die mit Deutschland zurecht nichts anfangen können, werden niemals bestreiten, dass Deutschland über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt verfügt, sehen aber gleichzeitig auch, dass in Folge der global stattfindenden, immer weiter voranschreitenden systemisch bedingten Zerstückelung sozialer Sicherungssysteme, auch das deutsche Gesundheitssystem zu bröckeln anfängt, während demgegenüber jene, die stets grosse Stücke auf ihre heilige deutsche Nation halten, vollkommen blind sind.

    Was deine Empörung über deutsche Frauen anbelangt, die Männer hassen und deutsche Männer, die keine "echten Männer" mehr sein wollen, so denke ich, dass du es wohl vorziehen würdest, wenn die Frauen wieder "zurück an den Herd" gehen, ihren Männern dienen und ihnen gehorchen würden und wenn die Männer ihr frauenverachtendes Denken und Verhalten wieder weniger reflektieren würden. Dann wäre die Welt für dich wieder in Ordnung, stimmts?

  • #6

    Rainer W. (Donnerstag, 27 Juni 2013 10:59)

    Aus einem Absatz heraus, schafft es der Kollege (unter oder über mir) ein Essay, bestehend aus drei Kommentaren zu schreiben. Im Kern hat er sogar recht, allerdings verkennt er die Tatsache, dass Pasterny lediglich provozieren wollte, wie in fast allen seiner Artikel. Diese Art der Artikel von Pasterny, Doetsch und Teri haben mehrere Ziele: Provozieren, zum nachdenken anregen und Kontroversen auslösen. Dies ist hier vorbildlich gelungen. Denn einige geben Pasterny recht und andere schreiben ihn runter. Ich muss dann sagen, dass Pasterny alles richtig gemacht hat. KLare Sprache, klarer Stil, offene und direkte Worte. Ein paar Sachen zum Recht geben, ein paar zum Schmunzeln und ein paar zum Kopfschütteln.

  • #7

    Tobii (Donnerstag, 27 Juni 2013 11:19)

    wenn in einem Land 2 Wochen die Medien von der letzten wetten dass Sendung beherrscht werden kann es uns so schlecht nicht gehen:-) gerechtigkeit bzw genauer gesagt Solidarität bedeutet für mich das die stärkeren den schwachen helfen. die Reichen den armen.deshalb ganz verständlich , das andere Länder uns wegen FlutKatastrophe kein Geld geben müssen

  • #8

    Katrin (Donnerstag, 27 Juni 2013 12:10)

    Da schreibt Florian einen Absatz für den Gesamtzustand der Deutschen und schon wird ihm hier Antifeminismus und Macho-Gehabe vorgeworfen. Ziemliche viele Thesen für ein paar Sätze. Aber wir vergessen doch das Kernthema des Artikels. Das Jammern der Deutschen ist doch echt überall vakant. Vielleicht hat Eslaffk Minuuzk ja kein Facebook, anders kann ich mir die Einstellung nicht erklären. Denn dort wird über alles und jeden gejammert. Das Wetter, DSDS, der Tatort, Wetten,dass..?!, die Polizei, die Politik, Merkel, die Bahn, McDonalds und Co. Meckern und Jammern soweit das Auge reicht. Und nun las ich eben bei FB auch diese "Helft keinem anderen mehr, uns hilft auch keiner"-Statusnachrichten. Schrecklich. Als wenn wir Hilfe nötig hätten. Und noch eins zu Eslaffk Minuuzk: Lieber Eslaffk Minuuzk, ich finde dein Niveau nicht gerade berauschend, wenn du aus ein paar Sätzen eine ganze Studie ableiten kannst. Ein Kommentar soll doch provozieren und zum denken anregen. Ich lese bei Brüh im Lichte und der Achse des Guten mittlerweile lieber als bei starke-meinungen. Und wieso? Weil hier Tacheles geredet wird und provoziert wird. Lieber Eslaffk Minuuzk, Sie sollten lieber bei Starke-Meinungen lesen und hätten da sicher weniger Platz für Interpretationen.

  • #9

    Yve Zion (Donnerstag, 27 Juni 2013 13:36)

    ich finde die etwas längeren beiträge von eslaffk durchaus sehr angebracht. der absatz ist einfach total daneben. und das ist mehr als schade, da der artikel (davon mal abgesehen) verdammt gut ist.

  • #10

    Katrin (Donnerstag, 27 Juni 2013 13:41)

    Vielleicht ist der Absatz ein wenig unglücklich, aber er hat doch sein Ziel erreicht. Wir alle lesen und diskutieren. Man sollte das alles nicht soooo ernst nehmen, wenn die Autoren hier provozieren wollen. Ich denke auch nicht, dass Florian Pasterny will, dass Frauen an den Herd kommen und Männer keine Gefühle zeigen. Er wollte sticheln und einige Angesprochene (nicht ihr) aus der Komfortzone holen.

  • #11

    syyskuu (Donnerstag, 27 Juni 2013 14:35)

    Dieser besagte und lang diskutierte Absatz mag vielleicht unglücklich formuliert sein, aber er trifft es auf den Punkt.

    Jeder heult und jammert rum, aber niemand tut etwas. Außer auf Facebook posten, liken und sharen. Und ein jeder denkt, dass er somit seinen Dienst an Hilfe, Solidarität und Protest geleistet hat.
    Ich möchte Facebook nicht verteufeln. Es ist eine Plattform, auf der viele, viele unterschiedliche Menschen zusammen treffen und wo man auf die Missstände in der Welt oder Aktionen in der Nähe aufmerksam machen kann. Aber Hilfe, Solidarität und Protest sollte nicht vor dem Bildschirm enden.
    Geht auf die Straße. Solche Bilder lösen in den Betroffenen und Angegriffenen viel mehr aus als ein simpler Post bei Facebook oder Twitter.
    Teilt nicht nur Statusmeldungen und Bilder. Jeder hat mehr als das zu teilen. Sei es eine Sach- oder Geldspende oder Information, Aufklärung und Engagement.
    Fangt endlich an das Brett vor eurem Kopf zur eigenen Waffe zu machen!

    Und Deutschland braucht beim besten Willen keine Hilfe von Außen. Dieses Land ist groß, reich und stark genug, um sich selbst zu helfen UND andere zu unterstützen.

  • #12

    brueh-im-lichte (Donnerstag, 27 Juni 2013 15:19)

    Die Autoren äußern sich generell nicht zu Artikeln und Kommentaren. Allgemein möchten wir aber festhalten, dass Florian Pasterny nicht möchte, dass Frauen an den Herd gehören und Männer knallharte Typen sind. Er bezieht seine subjektive Provokation auf die kleine Gruppe von Menschen, die diversen Unsinn auf Facebook schreiben und teilen. Mitnichten auf die gesamtdeutsche Gesellschaft.

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