Vertrauen Sie keinem Piraten – informieren Sie sich

von FLORIAN PASTERNY

 

Die elementare Frage des Artikels wird sein: „Wie dumm dürfen Piraten und wie dumm dürfen deren Wähler eigentlich sein?“ Angesichts der wachsenden Beliebtheit und der explodierenden Umfragewerte ist die Frage nach dem dummen Wähler durchaus berechtigt.

 

Die Piratenpartei wurde in Deutschland am 30.12.2006 gegründet. Die Jahre verstrichen und außer hohlen Phrasen, nicht umsetzbaren Forderungen und idiotischen Fernsehauftritten kam da am Ende nichts bei herum. Eine traurige Erkenntnis, der sich auch die Piratenpartei stellen muss. Konzeptlos, Führungslos und null Ahnung von irgendwas – so präsentieren sich die Hobbypolitiker in der Öffentlichkeit. Die so hoch angepriesene „Vielfalt in alle Richtungen“ ist nichts weiter als das Eingeständnis einer Ahnungslosigkeit und die Zerfleischung, sowie der Krach der Basis.

Die Umfragewerte sind hoch und wachsen stetig

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Umfragewerten und tatsächlichen Wahlergebnissen. Aber in Berlin hat die Piratenpartei bewiesen, dass sie in der Lage ist, auch Wähler zu mobilisieren. Doch was sind das für Wähler? Politikverdrossene Idioten, Computer-Nerds und Menschen ohne Sinn und Verstand – anders kann man die Wähler nicht bezeichnen. Zugegeben, es gibt noch eine Gattung: die enttäuschten Wähler. Die Menschen, die sich von den großen Parteien nicht mehr abgeholt fühlen. Und dennoch bleibt die Frage, wieso so ein Karnevalsverein gewählt wird. Die größte Schwäche ist wohl auch die größte Stärke der Piraten. Wer kein Programm hat, der hat auch keine Ecken und Kanten. Und wer keine Ecken und Kanten hat, der hat viele Freunde. Auch wenn diese Freunde gar nicht merken, dass außer Ecken und Kanten noch viel mehr in dieser anarchischen Vereinigung fehlt. Das Motto dieser Partei müsste eindeutiger lauten: „Vertrauen Sie keinem Piraten – informieren Sie sich.“

Widmen wir uns nun einmal einzelnen Punkten, um die Quadratur des Kreises zu schließen. Wenn wir also direkt in medias res gehen, dann sehen wir wie paradox diese Partei geführt oder doch gelebt wird. Zum Beispiel glaubt Andreas Baum, Fraktionsvorsitzender der Piraten im Berliner Abgeordnetenhaus, dass Berlin einige Millionen Euro Staatsverschuldung hat. In Wirklichkeit sprechen wir aber von ca. 64 Milliarden Euro.

 

Eines der Hauptziele der Piratenpartei ist der kostenlose Nahverkehr. Nun hat man oft das Gefühl, dass dies die einzige politische Zielsetzung der Partei ist. Wie die Partei dieses Vorhaben finanzieren möchte, macht sie deutlich: "Wenn der Nahverkehr kostenlos ist, dann gibt es keine Schwarzfahrer mehr. Und die belasten mit ihren Gefängnishaushalten die Finanzlage der Länder." Und das hat auch wirklich Andreas Baum so gesagt. Faktencheck: In Berlin gibt es jedes Jahr 18.000 Schwarzfahrer. Davon sitzen 135 (!) im Gefängnis. Die Ironie der Fakten ist wirklich nicht mehr zu übersehen und springt uns regelrecht an.

Liquid Democracy – Unsinn paart sich mit Schwachsinn

Des Piraten liebstes Kind ist die Liquid Democracy. Die Piratenpartei freut sich über diesen Schwachsinn und wird nicht müde zu betonen, dass es eine gute Möglichkeit der Demokratie ist. Doch die Kritiker sind in der Überzahl – zurecht. Wikipedia schreibt dazu: „Jeder Beteiligte kann dabei entweder selbst wählen oder seine Stimme jemand anderem übertragen. Dabei kann sich die Übertragung auch nur auf einzelne Entscheidungen und Bereiche erstrecken, in denen der Wähler einer anderen Person mehr Entscheidungskompetenz zutraut. Die Übertragung ist jedoch nur temporär und kann jederzeit aufgehoben werden, zum Beispiel indem der Wähler selbst durch Wahl an einer Entscheidung teilnimmt." Die einzige Folge von Liquid Democracy ist die Tatsache, dass sich die Piratenmitglieder mal so und mal so entscheiden können. Man kann also auf einen populären Zug springen oder das sinkende Schiff auch wieder verlassen – wie passend für dumme Wähler. Intelligente Menschen durchblicken dieses Spiel recht leicht.

Vodafone-Prostituierte, fehlgeleiteter Spiegel-Blogger und Möchtegern-Autor Sascha Lobo schreibt, wie erfrischend es wirkt, wenn Menschen offen zugeben, dass sie keine Ahnung haben. Das ist natürlich ebenfalls Schwachsinn. Denn wer möchte von einem Volksvertreter hören, dass er nicht weiß, was er tut? Die Piraten werden so ihrer Form nicht überleben können. Eine Partei der Ahnungslosigkeit ist eine Partei des Untergangs. Die Piraten sind keine homogene Partei und haben auch keinen für Parteien wichtigen Markenkern. Das kann in den ersten Jahren und Monaten von Vorteil sein. Die Absurdität der FDP beweist derzeit genau die Fehlerheftigkeit eines diffusen Markenkerns. Dennoch bleibt es dabei, dass nach dem Erfolg die Demontage folgen wird. Nötig für diese Demontage werden keine aufgedeckten Skandale, keine politischen Gegner und auch keine investigativen Fragen von Journalisten, sondern lediglich die Einsicht der Wähler, die fehlende Aussicht der Gewählten und der fehlende Horizont im politischen Allerlei. Wer in diesem Land ernsthaft Politik machen möchte - das setzt voraus, dass man etwas ändern will - der sollte kein Kasperletheater gründen und Fraktionssitzungen mit Karnevalssitzungen verwechseln. Wer Politik machen möchte, muss irgendwann anfangen Politik zu machen.

Zugegeben, die Deutschen sind dahingehend echt blöd. So wollten sie doch jüngst auch Horst Schlämmer zum Kanzler wählen. Solche Witzfiguren und auch die Piratenpartei sind die fetten Zecken am Hintern einer jeden Demokratie. Die Hilfs- und Inhaltslosigkeit der Piratenpartei nimmt groteske Züge an. Sie konterkariert durch eigene Selbstüberschätzung und fehlender Konzeption einen wirklichen Umbruch in der Parteienlandschaft. Diese Chance haben sie bis auf weiteres verspielt. Denn die Menschen in Deutschland werden nur bis zu einem gewissen Grad gerne unterhalten und verarscht. Danach wollen sie Lösungen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen und eine Partei die weiß, wie man sich positioniert. Denn Everybodys darling ist everybodys Arschloch.

 

Florian Pasterny

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Kommentare: 20
  • #1

    Carsten (Mittwoch, 11 April 2012 19:01)

    Bei der Liquid Democracy bin ich anderer Meinung. Die halte ich tatsächlich für sehr wirksam, aber ansonsten muss ich dir in allen Punkten Recht geben. Respekt Florian.

  • #2

    Melanie (Mittwoch, 11 April 2012 19:13)

    Ziemlich direkt geschrieben^^ find ich gut... endlich mal einer, der nicht total begeistert von den Piraten ist :)

  • #3

    Detlev Funk (svennii) (Mittwoch, 11 April 2012 19:22)

    Sehr direkt. Sehr gut. Danke dafür :-)

  • #4

    Regina G. (Mittwoch, 11 April 2012 20:25)

    Wählerbeschimpfung hat im übrigen noch nie ein Problem gelöst. Und die Frage bleibt doch letztlich: Wenn die Piraten soviele Defizite aufweisen - was sicher nicht zu bestreiten ist! -, warum ziehen Wähler sie dann anderen Parteien vor, die diese Defizite vielleicht nicht haben? Bzw.: Was sind die Defizite der anderen Parteien, die sie für die Wähler der Piraten unwählbar machen?

  • #5

    Florian Z. (Mittwoch, 11 April 2012 22:37)

    Zitat: "Man kann also auf einen populären Zug springen oder das sinkende Schiff auch wieder verlassen ... Intelligente Menschen durchblicken dieses Spiel recht leicht"

    Intelligente Menschen haben lieber die Qual der Wahl statt nur die Qual ;)

  • #6

    Patrick (Samstag, 14 April 2012 13:48)

    Geil geschrieben. Richtig geil

  • #7

    Vik1ng (Samstag, 14 April 2012 14:17)

    "Die einzige Folge von Liquid Democracy ist die Tatsache, dass sich die Piratenmitglieder mal so und mal so entscheiden können."

    Genau wie Florian sehe ich hier das Problem nicht. Warum sollte man seine Meinung nicht ändern dürfen? Warum sollte man in verschiedenen Bereichen nicht unterschiedliche Meinungen haben? Im Moment kann ich andere Parteien nur im ganzen Wählen und wenn mir da etwas nicht gefällt habt ich in der Regel sehr wenig Einfluss auf das Parteiprogramm. Bei den Piraten habe ich wenigstens einfach die Möglichkeit meine Ansicht einzubringen und schnell zu sehen ob die anderen Parteimitglieder zustimmen oder nicht.

  • #8

    Cardi (Sonntag, 15 April 2012 09:09)

    So ein Quatsch. Wie kann man es ersnsthaft schlimm finden, dass alle Parteimitglieder ihre Meinung einbringen und, achtung, auch noch ändern dürfen?
    DIe Aussage bzgl. des Fahrschein(NICHT kosten)losen Nahverkehrs beruht auf fast 1 Jahr alten Ereignissen (der patzer in der Talkshow war wirklich peinlich), und dessen Machbarkeit und Finanzierbarkeit ist längst nachgewiesen - es gibt ihn ja schon, nur nicht in Deutschland.
    Andererseits ist es schön, wenn man einer Partei unwählbarkeit vorwerfen kann, weil sie in vielen Bereichen konzeptlos ist, weils sie dies zugibt anstatt Fragen nur mit unsinn zu beantworten welcher gar nicht der Frage entspricht - aber eben dazu führt, dass blos nicht nachgebohrt wird!

    Also muss man dann anderen Parteien allerdings imo gar die Existenzberechtigung entziehen. Der Clou ist ja, dass eigentlich keine Partei wesentlich mehr klare Standpunkte und Pläne aufweist, die anderen das aber eben durch die Verbreitung von heißer Luft verschleiern. Ist euch das wirklich lieber? Wenn die Piraten etwas entwickelt haben, dann stehen sie dazu, und werden auf Fragen danach nicht mit Ausflüchten reagieren - und dahingehend ist die Entwicklung geradezu rasant.
    Kein zweifel, dass in weiteren 12-18 Monaten sehr viel weniger "hierzu ist unserer Konzept noch nicht fertig" kommt.

  • #9

    Piratenpartei NRW (Sonntag, 15 April 2012 17:42)

    Sorry, leider hätte sich der Autor wenigstens etwas informieren sollen.
    http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm

  • #10

    Piratenpartei Gütersloh (Sonntag, 15 April 2012 17:44)

    Grundsätzlich gilt: wer hat denn glaubhafte elementare Antworten zu politischen Fragen? Der Schreiber dieses Schmähartikels sicherlich auch nicht. Wieso sonst sollte er sonst das steinalte Unwissen von Andreas Baum bezüglich der Verschuldung Berlins ausgraben. Übrigens wurde am
    Tag darauf eine App veröffentlicht, die den Schuldenstand Berlins nun für jedermann (auch Herr Baum) transparent macht.

    Die Piraten haben nun einmal nicht auf alles und jedes eine Antwort, und im Gegensatz zu einigen etablierten Politikern nehmen sie das für sich auch nicht in Anspruch.

    Allerdings befassen wir uns in diversen Arbeitsgruppen mit allen wichtigen Themen. Teilweise sind daraus schon Beschlüsse entstanden, teilweise läuft die Diskussion (an der übrigens jeder Interessierte, ob Pirat oder nicht teilnehmen darf). Diese Diskussion ist transparent, sodass
    sich jeder ein Bild darüber machen kann.

    Auf die sonstige Kritik durch Florian Pasterny möchte ich eigentlich garnicht eingehen, dazu soll er sich erst einmal den Schaum vom Mund wischen.

    In einem Punkt hat er aber Recht: Natürlich birgt der Demokratieansatz der Piraten auch die Gefahr des Scheiterns, aber selbst wenn die Piratenpartei untergehen sollte, ist durch sie bereits jetzt einiges im Denken der Bürger (und teilweise sogar schon der der Politiker) in Bewegung gekommen, sodass es das sich die Gründung jetzt schon gelohnt hat.

  • #11

    Sascha N (Sonntag, 15 April 2012 17:45)

    Die müssen noch gefunden werden - man kann doch von einer Partei, die gerade erst im Werden ist, nicht sofort die Antwort auf alle Fragen verlangen. Keine Frage - wir müssen uns beeilen, bevor das Image "Chaotentruppe ohne Lösungen" hängenbleibt. Jetzt gilt es, in die Sachdiskussion zu treten.

  • #12

    Frank K. (Sonntag, 15 April 2012)

    ‎...als "fetten Zecken am Hintern einer jeden Demokratie" haben sich leider schon CDU/CSU, FDP und SPD mit ihrem verfassungsfeindlichen Angriff auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich der Einschränkung des Rederechts der bundesdeutschen Volksvertreter erwiesen.

  • #13

    Riko Mayer (Sonntag, 15 April 2012 17:47)

    Jetzt ist es also schlimm, wenn man als Bürger mal seine Meinung ändert oder eine andere hat als seine Partei... aha...

  • #14

    Rudy Holzauer (Sonntag, 15 April 2012 17:48)

    also wenn ich lauer und rösler nebeneinander sehe, wüsste ich auch, für wen ich mich entscheide. lauer, der mit seinem nicht-wissen den schon sehr ahnungslosen rösler um längen schlägt - und das auch zugibt. lauer hat den viel höheren unterhaltungswert...

    in abwandlung eines uralten spruchs:

    wer mit 20 kein pirat ist, hat keinen humor....
    wer mit 40 pirat ist, hat kein hirn... ;-)))

  • #15

    Noelle (Sonntag, 15 April 2012 17:49)

    Hi,

    über Artikel und die dort aufkommende Meinung lässt sich natürlich debattieren. Leider ist dieser Artikel sehr tendenziös.

  • #16

    V.N. (Montag, 16 April 2012)

    Ich könnte mir jetzt eine ganze Reihe von Punkten aus dem Artikel raussuchen und mit Links und Zitaten widerlegen und mich dann auch noch über den beleidigenden Ton mokieren.

    Aber machen wir es kurz: Ein SCHEISS-Artikel!

    Und nein, ich bin kein Pirat. Nach der Lektüre dieses Dünnpfiffs bin ich aber geneigt, es aus Trotz zu werden.

  • #17

    Christian Neubert (Montag, 16 April 2012 18:23)

    Sehr geehrter Herr Pasterny,

    sicherlich kann man den Piraten vorwerfen, dass sie in manchen Punkten naiv sind, dennoch stören mich an diesem Artikel mehrere Punkte.

    1. Wie einer der anderen Kommentatoren hier schon zu Recht bemerkt hat, Wählerbeschimpfung hat noch nie ein Problem gelöst. Ihr an den Tag gelegter Ton ist weder "geil" noch "toll", sondern einfach nur unverschämt. In der Sprache der Computer-Nerds würde man Sie nun wohl als "Troll" bezeichnen, denn provokativ war dieser Artikel mit Sicherheit.

    2. Den Piraten wird Ahnungslosigkeit vorgeworfen? Nun, das stimmt sogar zum Teil. Aber werter Herr Pasterny, muß ich im Umkehrschluß davon ausgehen, dass Sie der Meinung sind, dass unsere derzeitigen Volksvertreter also Ahnung haben, über was sie eigentlich abstimmen? Falls Sie dieser Theorie tatsächlich anhängen, dann schauen Sie sich doch bitte einmal folgendes Video an, in welchem Abgeordnete zum EFSF befragt worden sind:

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=8347850

    Sollten Sie immer noch der Meinung sein, die angesprochenen Personen sind ein Ausbund an Sachkompetenz bzw. hatten ausreichend Zeit sich das Gesetz durchzulesen, dann legen Sie sich bitte wieder hin und schlafen weiter. Und damit wird der Vorwurf, dass die Piraten keine Ahnung hätten, auch schon stark relativiert.

    3. Fehlende Markenkompetenz? Da fallen mir im Zusammenhang mit den Piraten zwei Dinge ein, nämlich Stärkung der Bürgerrechte und Ablehnung des Lobbyismus.

    4. das Wahlprogramm der Piraten wurde ja bereits verlinkt


    Artikel wie dieser hier erinnern mich sehr an die Ablehung, die in den frühen 80er Jahren den Grünen entgegengeschlagen ist. Und da gab es auch diverse seltsame Vorstellungen in der Partei. Es wurde seitens des Establishment auch vor den Grünen gewarnt und momentan wird halt sehr gerne auf die Piraten eingedroschen.

    Ich kann nur sagen, ich bin nicht traurig dass die Piraten so gut ankommen. Denn wenn es, so wie in anderen Ländern Europas, eine ernstzunehmende und (scheinbar!) wählbare rechtspopulistische Partei so stark werden sollte, dann haben wir wirklich ein Problem im Lande. Und ich denke in diesem letzten Punkt werden wir nicht uneinig sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Christian Neubert

  • #18

    SalzgitterPirat (Montag, 16 April 2012 23:03)

    Hmm wow, hier wird ja von Ihnen gleich eine ganze Masse an Menschen beleidigt und denuziert, Mitglieder der Piraten und dessen Wähler. Was für ein Meilenstein der Diskussionskultur. Ob das schon in Richtung Volksverhetzung geht? Aber vielleicht gehören Beleidigungen und darüber hinaus falsche Unterstellungen ja zu Ihrem guten Ton?
    Es wird schon ein Grund geben warum Sie keine Quellen für Ihre Behauptungen nennen können.
    Nur als Info, Angriff ist nicht immer die beste Verteidigung.

  • #19

    Michael Schygulla (Freitag, 03 August 2012)

    Inhalte hin, Inhalte her, was kann schlechter sein bei den Piraten als bei all den anderen Volksverdummungsparteien des bürgerlichen Lagers.Die SPD zähle ich dazu. Schaue ich mir mal die Geschichte der letzten 63 Jahre an, staune ich immer wieder, wie gerade diese Parteien auf Wahlprogramme der alten NPD zurückgreifen, die man bereits damals als undemokratisch bezeichnete.
    Es ist immer einfach den anderen Unfähigkeit, Dummheit und Inhaltslosigkeit vorzuwerfen, gerade wenn man aus einer Wählerschicht kommt deren Interesse mehr bei sich, als bei der Allgemeinheit liegt.
    Warum nicht einmal den Bürger eine reale Möglichkeit geben, seine Stimme nicht den sogenannten,vom Staat finanzierten, radikalen Parteien zu geben. Oder hat man Angst, das wir endlich aufwachen und mitbekommen, das wir tagtäglich von unfähigen Politikern regiert werden und das schon 63 Jahre lang.
    Was sind die wichtigsten Themen eigentlich? Nicht der Terrorismus, der uns bisher mit seinen dämlichsten Vertretern bedroht hat, nicht das selbstersponnende Untergangszenario, einer Klimakatastrophe oder der angeblichen Energieknappheit, nein es wären eine Steuerreform, eine Rechtsreform, eine demokratisch nicht angreifbare Verfassung, ein Regressrecht gegenüber Beamten, eine einheitliche Bildungseform, eine Verstaatlichung des Gesundheitswesen und ein Wahlrecht, das Beamten, Pfarrer und Pastoren verbietet, gewählt zu werden, da man bekanntermaßen nicht gleichzeitig drei Herren dienen kann.Wenn sie diese Inhalten haben, können wir darüber weiter reden.

  • #20

    Norbiman (Samstag, 08 September 2012 21:55)

    Was ist denn das für eine infantile Argumentation? Der Autor möchte uns mit seinem Rechenbeispiel Glauben machen, die Aussage der Piraten zu Schwarzfahrern seien Unsinn, weil "135 (!)" im Gefängnis sitzende Schwarzfahrer finanziell kaum ins Gewicht fielen. Dabei verkennt der Verfasser allerdings, dass ein einziger Tag im Gefängnis pro Häftling 80 bis 90 Euro kostet (siehe dazu: http://www.uni-siegen.de/fb5/rechtswissenschaften/froeschle/downloads/sonstiges/pdfs/strafvollzug.pdf , Seite 20). Bei 135 Mann, die je 14 Tage im Knast sitzen, komme ich dabei, nur 80 Euro angenommen, allein auf 151200 Euro. Dabei sind noch keine Gerichts- und Anwaltskosten eingerechnet. Und auch die Verwaltungskosten, die bei 18000 Schwarzfahrern pro Jahr (für eine Millionenstadt wie Berlin übrigens eine kaum zu glaubende, lächerlich kleine Zahl) auftreten, sind nicht hinzu gerechnet. Wie auch immer: für 151200 Euro Haftkosten, und gehen wir mal davon aus, dass auch die nur einmal pro Jahr anfallen würden, könnte sich jeder der angeblich 18000 Schwarzfahrer eine Fahrkarte für 8,40 Euro (!) kaufen. Wie wir aber alle wissen, kostet der Einzelfahrschein, also der teuerste unter allen im Vergleich zur zurücklegbaren Wegstrecke, nur einen Bruchteil davon. Mein Rat an den Verfasser: Erst nachdenken, dann schreiben.

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