Wenn der Kopf das Herz besiegen will

von FLORIAN PASTERNY

 

Es gibt sie diese verschlossenen und kaum offenen Menschen.

 

All die Ängste jener Tage sind nur eine Flucht in eine angenehmere Situation. Allerdings ist diese nur kurzfristig. Sich selbst von innen abschließen um so die Umwelt nicht mehr wahrnehmen zu müssen - praktikabel aber so unfair den lieben Menschen gegenüber die für einen da sind.

 

Für die Fehler all derjenigen Menschen von früher kann heute niemand etwas. Wunden werden zu Narben. Narben werden zu Erinnerungen - aber dabei muss es bleiben. Die Vergangenheit darf die Gegenwart und schon gar nicht die Zukunft bestimmen.

Nur selten wiederholen sich Geschichten. Individuell wie die Menschen sind dann auch jene Beziehungen die sich nur innerlich von anderen unterscheiden. Die Gefahr, dass die Vergangeheit die Beziehung einholt ist natürlich gegeben. Aber man muss dagegen arbeiten, kämpfen und die bösen Dämonen von einst in ihre Schranken weisen. Das mag vielleicht einfacher klingen als es ist - aber es ist nicht unmöglich.


"Berge und den Ozean würde ich versetzen um dich von den Dämonen zu befreien. In der Nacht, tief im Traum, wünscht du dir die stärke eines Baums. Nimm diesen Wunsch mit in den Tag und stell die Sturheit ein wenig hinten an. Denn nichts ist schlimmer, als Dinge zu verlieren, die man eigentlich sehr braucht. Denn alles was du brauchst liegt in dir; tief in dir - in deinem Herzen."

 

Und irgendwann muss man sich als Gegenpart die Frage stellen ob es Sinn macht die Dämonen vertreiben zu wollen. Es beginnen Stunden einer innerlichen Zerreissprobe. Der Kopf gibt die Marschroute vor und das Herz will aber nicht folgen, weil es nicht kann. Diese Momente sind für einen Menschen einfach nur unerträglich. Wenn der Verstand etwas anderes will als das Herz. Und worauf hört man dann? Ich weiß es nicht. Intuitiv würde ich das Herz immer an die erste Stelle rücken. Aber ob man dann glücklich wird? Hier ist die Frage der Frist eine bedeutende. Der Verstand würde einen kurzfristig womöglich sehr unglücklich machen. Auf die lange Sicht gesehen scheint das dann aber doch die richtige Entscheidung. Und das Herz? Kurzfristig wohl Glück und Leid auf einer Stelle. Und langfristig? Ungewiss.

 

Florian Pasterny

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Kommentare: 2
  • #1

    Namenlos (Donnerstag, 22 März 2012 20:20)

    Das trifft alles auf den Punkt, worum es im Leben geht. Nichts ist wichtiger als die Hoffnung, die man im Herzen trägt. Wenn der Kopf vermag diese auszuschalten, so ist des Menschens Körper nur noch eine leere Hülle seiner selbst.

  • #2

    Sweety (Mittwoch, 11 Juli 2012 21:32)

    Vertraue und wage es dich einfach! :-) Nur wer wagt der gewinnt :-)

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