Mailboxnachricht des Bundespräsidenten im Wortlaut

von der REDAKTION

 

Wir haben natürlich auch ein wenig recherchiert und herausgefunden was in dieser umstrittenen Mailboxnachricht vom Bundespräsidenten gesagt wurde. Unsere Quellen sind überaus verlässlich. Jedoch können wir für die Vollständigkeit nicht garantieren. 

 

 Hier gleich nachlesen:

"Guten Abend, Herr Diekmann. Ich rufe aus Kuwait an. Bin gerade auf dem Weg zum Emir und deswegen hier sehr eingespannt auf der Reise durch die Golfstaaten, habe täglich von acht bis elf Uhr Termine. Ich habe alles offengelegt, Informationen gegeben, mit der Zusicherung, dass die nicht verwandt werden. Die werden jetzt indirekt verwandt, das heißt, ich werde auch Strafantrag stellen gegenüber Journalisten morgen, und die Anwälte sind beauftragt. Warum können Sie nicht akzeptieren, dass das Staatsoberhaupt im Ausland ist und zuwarten, bis ich Dienstagabend wiederkomme, also morgen, und Mittwoch eine Besprechung zu machen, wo ich mit Herrn XXX, den Redakteuren, rede, wenn Sie möchten, die Dinge erörtere, und dann können wir entscheiden, wie wir die Dinge sehen, und dann können wir entscheiden, wie wir den Krieg führen.
Seit Monaten wird eine unglaubliche Geschichte geplant. Es gab immer dieses jahrelange Gerücht, Maschmeyer hätte was damit zu tun. Wir haben dargelegt, dass das alles Unsinn ist. Und jetzt werden andere Geschichten behauptet, die Unsinn sind.
Ich möchte einfach, dass wir darüber sprechen, denn wenn das Kind im Brunnen liegt, ist das Ding nicht mehr hochzuholen - das ist eindeutig. Wenn man nicht bis Mittwoch wartet und dann sagt ‚Okay‘, wir wollen den Krieg und führen ihn. Das finde ich sehr unverantwortlich von Ihrer Mannschaft, und da muss ich den Chefredakteur schon jetzt fragen, ob er das so will, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann.
So wie das gelaufen ist in den letzten Monaten, ist das inakzeptabel, und meine Frau und ich werden Mittwochmorgen eine Pressekonferenz machen zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten und den weiteren Terminen und werden dann entsprechend auch öffentlich werden, weil diese Methoden Ihrer Journalisten, des investigativen Journalismus nicht mehr akzeptabel sind.
Der Rubikon ist für mich überschritten und für meine Frau auch.
Ich hoffe, dass Sie die Nachricht abhören. Und ich bitte um Vergebung, aber hier ist jetzt für mich ein Punkt erreicht, der mich zu einer Einhaltung/Handlung/Eilhandlung [nicht richtig verständlich] zwingt, die ich bisher niemals in meinem Leben präsentiert habe. Die hatte ich auch nie nötig. Das bedeutet den endgültigen Bruch zwischen dem Bundespräsidenten und dem 'Springer'-Verlag“, sollte diese unglaubliche Geschichte tatsächlich erscheinen."

 

Hier den Artikel von Florian Pasterny über Christian Wulff nachlesen.

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