Das war Pasternys Jahr 2011

 von FLORIAN PASTERNY

 

Euro-Krise, Fukushima, Stuttgart 21, Guttenberg, arabischer Frühling, Osama bin Laden und rechter Terror - die Themen waren vielfältig in diesem Jahr. Am Ende des Jahres reden wir einmal mehr über Moral und moralische Werte, über Wahrheit und Lüge, Freiheit sowie Demokratie. Seit vier Jahren schreibe ich am Ende eines Jahres stets ein Essay. Mal sehr persönlich und mit der Note meines Lebens, mal sehr politisch und objektiv und mal sehr hintergründig und moralisch. In diesem Jahr möchte ich einmal mehr über die Moral sprechen. Guttenberg, Koch-Mehrin, Chatzimarkakis, Wulff, Nazis, AKW-Fürsprecher, Bänker, Staatschefs, Diktatoren, islamische Radikalisten - sind all diese Leute schuld an einer verfehlten Moral in diesem Land oder gar die personifizierte Unmoral im Jahr 2011?

Oft stehen wir an gewissen Punkten im Leben, in denen uns viele Wege den Weg zum Erfolg ebnen wollen. Welcher Weg und wie viele für dieses Ziel sich verantwortlich zeichnen, wird man nie herausfinden. Man hat einen moralischen, einen ehrlichen, einen illoyalen und vielleicht noch einen dreckigen Weg. Geht man über Leichen oder spielt man Gandhi für Arme? Auch eine Glaubensfrage. Folge ich Gott, Vorbildern oder mir selbst? Nichts ist unendlicher wie das Leben. Das höchste Gut der Menschheit ist nicht Geld. Auch nicht Familie. Keine Wahrheit oder Moral. Es ist auch nicht die Art des Lebens und der Erfolg. Es ist einzig die Zeit. Und auch im Jahr 2011 rannte die Zeit wieder einmal mehr von uns weg.


Weihnachten kommt jedes Jahr früher, je älter wir werden. In unserer Gesellschaft heute, die rasend schnell lebendig vor sich her lebt, vergeht die Zeit wie im Fluge. Würden wir alle ein oder zwei Gänge zurückschalten, hätten wir eindeutig mehr. Mehr Zeit und vor allem mehr Leben!

Zweifel sind neben der Zeit ein weiteres Problem im Jahr 2011. Doch dürfen wir an uns und den anderen Menschen tagein und -aus zweifeln? An den Politikern und Bänkern? "De omnibus dubitandum" - an allem ist zu zweifeln. Dies sagte auch schon René Descartes. Zweifeln sollte nicht erlaubt sein - Vertrauen ist die Basis einer jeden Wahrheit. Zweifel nur die bösen Viren. Aber ich sage auch, dass Zweifel in gewisser Weise erlaubt sein sollten. Dann, wenn sie die Vorboten der Angst und Sorge sind.

Auch 2011 hatten Menschen wieder Angst um ihre Kinder und Freunde. Sexueller Missbrauch an Kindern ist noch immer ein Thema, dem ich mich sehr widme. Noch immer erschrecke ich ob der Inzestnachrichten in diesem Land, ob der Missbrauchszahlen und ob der Kinder in deutschen Chats. Ich habe in diesem Jahr die Initiative PASTERNY FREUNDE gegründet. Mit dieser Initiative erhoffe ich mir eine breitere Öffentlichkeit für missbrauchte Kinder und Hilfe suchende Kinder. Derzeit unterstützen wir mit meiner Initiative PASTERNY FREUNDE das Trebecafe in Düsseldorf und den Verein Karo. Am Ende hilft jeder Euro.

Das Jahr 2011 geht und ist am Ende. Und auch nächstes Jahr warten bestimmt wieder viele spannende Projekte und Geschichten auf jeden von uns. Ich wünsche euch jedenfalls, und mir auch, ein tolles Jahr 2012 und erfolgreiche Zeiten in jeglichen Aspekten eures Lebens.

Florian Pasterny

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Kommentare: 1
  • #1

    Anastasia (Montag, 02 Januar 2012 04:31)

    Wahre Worte und wirklich gut geschrieben

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