"Ihr hat es auch gefallen" - ein Vater vergewaltigt seine Tochter

von FLORIAN PASTERNY

 

Dieser Fall ist einfach so dermaßen abartig, dass man nicht sehr lange darüber nachdenken kann und möchte. Das dazugehörige Urteil ist einfach so dermaßen abartig, dass man noch sehr lange darüber nachdenken und sprechen muss. Seit 1978 hat ein Vater seine damals 12-jährige Tochter vergewaltigt, missbraucht, geschlagen und gepeinigt. Leider sind viele Taten heute "verjährt", jedoch alle Taten seit 1991 wurden zur Anklage gebracht. Über 500-mal wurde die heute 46-jährige Frau vergewaltigt. 34 Jahre lang fickte dieses Arschloch seine eigene Tochter und zeugte drei Söhne mit ihr. Alle drei waren behindert und zwei von ihnen sind heute schon daran gestorben. Das Urteil wurde heute gesprochen: 2 Jahre und 8 Monate Gefängnis. Ein Skandal.

Es ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden missbrauchten Kindes. Es zeigt die Hilflosigkeit einer überforderten Justiz und die Macht der sexuellen Überlegenheit. Die Staatsanwältin ist geschockt: "Es gibt keine Strafe, die dem Ganzen gerecht werden könnte", sagte sie und forderte vor dem Urteil 14 Jahre Haft und anschließende Sicherungsverwahrung. Doch das Gericht sprach den Vater vom Vorwurf der Vergewaltigung frei. "Ihr hat es auch gefallen", sagte dieser Vater dem Gericht. Und die Strafkammer des Landgerichtes Nürnberg-Fürth glaubte dieser Aussage. Der Vater wurde lediglich wegen Inzest, Nötigung und Körperverletzung verurteilt und kann mit 72 Jahren beruhigt seinen Lebensabend genießen.


Wer jetzt diesen Artikel noch ruhig und gefasst liest, der hat sie nicht mehr alle. Hier wird ein Vergewaltiger und ein menschliches Monster für seinen Missbrauch an der eigenen Tochter geradezu belohnt. Liebe Strafkammer, bitte löschen Sie den Zusatz im Urteil: "Im Namen des Volkes" - denn dieses Urteil ist zu 100 % nicht im Namen des Volkes entstanden.

 

Ein Prozessbeobachter brachte es nach dem Urteil auf den Punkt: "Hams dem Richter ins Hirn gschissen? So a Ferkelei". 

 

Ein Kind hat nie gefallen daran mit dem eigenen Vater zu schlafen, es findet nie einen Gefallen daran drei behinderte Kinder zu bekommen und über 34 Jahre lang zu schweigen - aus Angst vor dem Tod. Diesem Mädchen wurde gedroht, sie wurde geschlagen und gezüchtigt. Natürlich setzt irgendwann der eigene Überlebensinstinkt ein und sie lässt es nur noch über sich ergehen. Mit 46 Jahren vergewaltigte dieses Ekel seine Tochter zum letzten Mal.

In Deutschland wird Inzest juristisch als Beischlaf unter Verwandten bezeichnet. Nach Paragraf 173 des Strafgesetzbuches ist der Geschlechtsverkehr zwischen Eltern und Kindern und zwischen Geschwistern strafbar. Viel wichtiger wäre hier aber der § 177 des StGB gewesen. Vergewaltigung. Das und nichts anderes ist es. Gleich, was der Vater sagt, behauptet oder durch seinen Anwalt erklären lässt.

 

In diesem Land werden Steuersünder, Betrüger und Diebe härter bestraft als Vergewaltiger. Dieser Mann hat seiner Tochter und ihren drei behinderten Kindern das Leben bis zum Tode versaut. Er hat sie nicht nur gepeinigt, gefickt, vergewaltigt, geschlagen und bedroht - er hat sie innerlich getötet. Und das in einem Land, welches sich Rechtsstaat nennt.

 

Nachtrag 20. Dezember 2011: Nun werden weitere schockierende Details zum Urteil bekannt. Mit dem milden Schock-Urteil ist das Gericht sogar unter der Forderung der Verteidigung geblieben. Die hatte fünf Jahre Haft für den Inzest-Vater gefordert, die Staatanwaltschaft forderte 14 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. "Ich bin zufrieden", sagte der Vater nach dem Urteil. Die Staatsanwaltschaft geht in Revision - wenigstens sie kann noch klar denken.


Florian Pasterny

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Kommentare: 5
  • #1

    Jost Alpe (Montag, 19 Dezember 2011 16:36)

    jaja.. die Urteile von Nürnberg.. schon immer umstritten gewesen..

  • #2

    Norbert Friedrich (Montag, 19 Dezember 2011 16:37)

    Unsere Gerichtsbarkeit ist zum KOTZEN. Da werden Bagatellfälle mit hohen Strafen versehen und der KERL kommt so billig davon ? Und das im "NAMEN DES VOLKES" ? Es wird Zeit das Roben und dieser Spruch abgeschafft wird.

  • #3

    Anastasia (Montag, 19 Dezember 2011 16:38)

    Triumph des antichronistischen Patriarchentums!!

  • #4

    Five (Mittwoch, 01 Februar 2012 22:27)

    Ich glaube eher an die Unschuld einer Hure als an die Gerechtigkeit der Deutschen Justiz!!!

  • #5

    Norman (Sonntag, 20 Januar 2013 20:57)

    "Es gefällt dir doch", hat auch mein Vater gesagt, allerdings war ich ein Junge und später ein junger Mann. Bis Anfang 30 war das so, dann habe ich mich "befreit" und ihn nicht mehr ins Haus gelassen. Danach waren 2 Jahre Telefonterror. Geschlagen und entwürdigend behandelt und beschimpft wurde ich von ihm, solange ich denken kann. Als Kind glaubt man doch an seine Eltern, verdrängt und hofft. Alles um sonst, die Mutter sagte später nach meinen Therapien, sie hätte nichts gewusst oder geahnt. Eine schwache Frau war sie schon immer. Für mich hatte alles schwere Folgen, persönlich, beruflich und überhaupt sich im Leben zurecht zu finden. Angstzustände, Alpträume, Herzrasen, Todesängste, zwanghaftes Verhalten begleiteten mich. Durch wirkliche Freunde kam ich zu einer für mich guten Therapeutin, seither geht es mir besser und ich bin in der Lage das Leben zu meistern. Das hat aber gut vier Jahre Theraphie gedauert, allerdings bleibt der Missbrauch Teil meines Lebens und wird nie vergessen werden können. Mein Vater ist nun fast 84, erfreut sich bester Gesundheit, und ist sich natürlich keiner Schuld bewusst. Ich hatte vor einem halbem Jahr die Kraft ihn zu sprechen und mit seinem Missbrauch zu konfrontieren, natürlich stimmt alles nicht, eingebildet hätte ich mir das alles. Auf der einen Seite war ich froh ihn konfrontiert zu haben, andererseits war ich von der Ungeheuerlichkeit seiner Aussagen mir gegenüber schockiert. Er kann natürlich nur leugnen, sonst würde er die Schuld eingestehen, sagte meine Therapeutin. Ich wurde als sechs Jähriger das erste Mal anal vergewaltigt, von ihm und einem weiteren Mann. Meine Mutter war zur Geburt meines zweiten und jüngsten Bruders im Krankenhaus. Es ist meine erste Erinnerung. Später ging es laufend, neben Schlägen und Todesängsten, wurde von ihm vor mir mastrubiert, mit 12 Jahren musste ich fremde Männer und ihn küssen, mich anfassen lassen, mit 14 Jahren wurde ich mastrubiert, so oft es ging, und die Jahre vergingen ich wurde älter und älter, verdrängte. Es war mit allen seelischen Folgen ein aus heutiger Sicht unlebenswertes Sein. Insofern kann ich nun mit 50 Jahren sagen, jeder Vergewaltiger müsste Lebenslang belangt werden können. Weder für Inzest noch für Vergewaltigung dürfte es in diesem, jetzt BRD heißenden Rechtsstaat, eine Verjährung geben. Die Persönlichkeit eines Kindes wird damit zerstört, es hat keinerlei Halt, kann keine menschlichen Werte im Leben erkennen, und irrt einfach umher, ein Leben lang. Es sei denn es hat wirkliche Hilfe erfahren. Aber auch dann bleibt immer eine Narbe. Die Mutter sagte mir vor einiger Zeit, sie weiß heute, sie hätte mich damals mit 6 Jahren mit ihm nicht allein lassen dürfen. Seitdem ist auch dieser Kontakt Geschichte. Meinem jüngsten Bruder habe ich mich unter Tränen und nach langem Zögern getraut, mich anzuvertrauen. Das war gut und befreiend, seither weiß er mit meinen Verhaltensweisen umzugehen und er weiß, wie sehr ich ihn und seine Familie liebe. Der Hinweis meiner Therapeutin, zu versuchen mich meinen liebsten Menschen anzuvertrauen, war richtig. Es fällt so unwahrscheinlich schwer darüber zu reden, weil man glaubt schuldig zu sein und aus Scham. Ich habe es geschafft, zwar unter Schmerzen, aber geschafft.

    Ich bin zufällig auf Ihre Seite gestoßen, und musste mir das von der Seele schreiben.

    Norman

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Sie ist das älteste Gewerbe der Welt. Sie ist eine Fleischbeschau. Sie verhindert womöglich Vergewaltigungen. Sie sorgt für Vergewaltigungen und Gewalt. Sie zerstört Leben. Sie bereichert Leben für wenige Minuten. Sie tötet. Sie vergisst nie: Die Straßenprostitution. Die Straßenprostitution in Nordrhein-Westfahlen ist breit gefächert. Es gibt die Drogenstrichs, die Kindermeilen, das Hausfrauenviertel und die Zwangsprostituierten. Freier machen sich wenig Gedanken über die Motivation der Huren. Für sie zählt einzig der Dienstleistungsgedanke. Gute "Ware" gegen gutes aber doch bitte geringes Entgelt. Mehr

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