Als die Welt noch in Ordnung war - „Sag mir, wo die Blumen sind!“

von ATTILA TERI


Ich ertappe mich immer mehr dabei, wie ich von den „guten, alten Zeiten“ träume. „Wo sind sie geblieben?“ Ich saß in München vor dem Fernsehen und weinte hemmungslos vor mich hin, als die Mauer fiel. Es war ein unfassbares Gefühl mitzuerleben, wie der Wille der Menschen zu Freiheit die Diktatur besiegte und den „Eisernen Vorhang“ zum Einsturz brachte. Die Jahre danach waren voller Hoffnung! Jetzt ist es mit der Teilung der Welt endlich vorbei, alle Menschen werden in Freiheit leben, der Hass, Verfolgung und die Unterdrückung haben ein Ende! Wir beginnen nun ein neues Kapitel in der Menschheitsgeschichte zu schreiben! 

Letzteres ist wohl der einzig wahre Satz, der übrig blieb im Jahre des Herren 2011, vorausgesetzt, man ist christlichen Glaubens. Für den Rest gilt eine ganz andere Zeitrechnung - im wahrsten Sinne des Wortes. Gut, die Buddhisten lassen wir mal außen vor, ihre Religion ist eher eine Lebensphilosophie, die niemandem nach dem Leben trachtet und auch nicht „überzeugen“ will. Aber die Anderen? Mein lieber Gott, wessen Du auch immer sein willst! Die Christen werden weltweit immer mehr vom „Täter“ zum Opfer. Nu, wir Juden wurden so dezimiert, dass nur unsere völlig durchgedrehte, ultraorthodoxe Minderheit für Unruhe sorgt. Aber unsere islamischen Brüder beschlossen anscheinend der restlichen Menschheit das „heilige Wort Allahs“ zu bringen, ob sie will oder nicht. Seit der Auflösung der zwei mächtigen Blöcke, die mit überaus überzeugenden Argumenten für mehr oder weniger Ruhe in der Welt gesorgt haben, scheint ihr Plan aufzugehen. Ob in Teilen der ehemaligen Sowjetunion, in Afrika oder Asien, sie übernehmen immer mehr die Macht und sorgen für Ohnmacht, die langsam nun auch in der so genannten, zivilisierten Welt um sich greift. Die USA schaffen die Freiheit im Namen der Freiheit ab, und in Europa biedern sich die Politiker den islamischen Extremisten immer mehr an und hoffen, so verschont zu werden oder die Rechten gewinnen immer mehr an Einfuß, da der „anständige Bürger“ keine Lust hast nach den Gesetzen Allahs zu leben, auch wenn viele gern ihre Frauen betrügen und gelegentlich ebenso gern steinigen möchten.  Spätestens am 11. September begann der Dritte Weltkrieg, auch wenn er (noch) nicht mit den anderen zwei vergleichbar ist. Es hilft jedoch kein Schönreden, es ist ein Religionskrieg erste Güte, ob wir es zu Kenntnis nehmen wollen oder nicht. Dazu tobt noch ein erbitterter Kampf um das entstandene Machtvakuum und um die Neuaufteilung der Welt und deren Ressourcen, die nun Mal nicht endlos sind, im Gegensatz zur grenzenlosen Dummheit der Menschen. Ehre gebührt natürlich den wenigen Ausnahmen!

 

Der Mensch ist wohl ein Individuum, das mit der Freiheit auf Dauer nichts anfangen kann und will. Der Homo Sapiens braucht anscheinend immer jemanden zum Hassen, zum Unterdrücken, aber vor allem braucht er Führung und sei es in sein eigenes Verderben. Bloß unsere kleine Welt ist mehr und mehr kopf- wie führungslos, was eher den Zusammenbruch mit sich bringen wird, wenn sich nicht schnellstens was Grundlegendes zum Besseren ändert. Danach sieht es allerdings nicht gerade aus, außer für die, die es bevorzugen mindestens fünfmal am Tag gen Mekka zu beten, worauf ich persönlich nicht unbedingt Lust habe! So sehne ich mich nach den alten und verwelkten, eisernen Blumen der berechenbaren Schurken in Moskau und Washington. Zumindest regierte nur die Machtgier und nicht der Wahnsinn die Welt, der sich nun wie eine Epidemie ausbreitet. Dann bevorzuge ich doch lieber den „gepflegten“ Kalten Krieg, als eine Horde wild gewordene Unheilbringer. Immerhin, fast die halbe Welt war frei! Nebenbei frage ich mich gerade, wo Sarkasmus zu Zynismus mutiert oder, ist es etwa ein fließender Übergang oder gar der letzte Akt der Verzweiflung? Ja, ja! „Sag mir wo die Blumen sind! Wo sind sie geblieben!“


Attila Teri

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