Heinz Eggert ist tot

von HOLGER DOETSCH

 

Heinz Eggert ist tot. Das ist der Mann natürlich nicht wirklich, aber man könnte es meinen. Heinz Eggert ist nämlich verstummt, zumindest im sozialen Netzwerk Facebook. Er hat sich da eine Auszeit verordnet, was sogar die "Leipziger Volkszeitung" in geradezu lächerlicher und anbiedernder Art und Weise aufgegriffen hat. Zumindest bei Facebook also bleibt die Welt vorerst von den Ergüssen des Heinz Eggert, von all seinen Fotos von leer getrunkenen Kaffeetassen und Jugendbildnissen mit alten Damen und großem Gemächt in weißen Hosen verschont.

Verabschiedet hat sich Heinz Eggert, der - kumpelhaft wie er nun mal daherkommen möchte - von aller Welt nur "Heiner" genannt wird, weil das so was Vertrautes hat. Heiner also hat sich mit einer "ganz kurzen Erklärung" aus dem virtuellen Staub gemacht, den er geradezu mit Lust immer wieder aufgewirbelt hat. Diesen Abgesang kennt der Autor zwar nicht in voller verbaler Pracht, weil er Heiner Eggert vor Monaten schon bei Facebook aus der Freundesliste gestrichen und daher keinen Zugriff mehr auf dessen Seite hat. Dass es diese "ganz kurze Erklärung", nach der die Welt ja geradezu zu lechzen scheint, gibt, schreibt einer auf der Facebook-Seite "Es fehlt uns keiner so wie der Heiner (Heinz Eggert)", die, kaum hatte sich Eggert selbst deaktiviert, rasch eingerichtet wurde, damit die Welt ja nicht auf die Idee kommt, diesen Mann zu vergessen. Die Initiative erklärt ihren Sinn wie folgt: "Eine Seite für alle die die Postings von Heinz Eggert vermissen oder etwas zu sagen haben."

Das haben aktuell 168 Persönlichkeiten denn auch getan, und ihre Kommentaren wirken wie ein einziger blöder Nachruf. Selbst wenn man eine gewisse Ironie der MacherInnen dieser Seite unterstellt - wie einsam und/oder gelangweilt müssen die auf dieser Seite vertretenen 168 Personen eigentlich sein, dass ihnen wirklich keiner sonst fehlt außer dem Heiner? Kommentiert wird, dass die "geistigen Ergüsse" des Heiner fehlen, offensichtlich unterbeschäftigte Hausfrauen schreiben holprige Gedichte für den Heiner ("Heiner, du bist einer, du fehlst!"), eine Lisa fragt verzweifelt "Heiner, wo bist du?", und ein anderer erblödet sich gar, hinter seinem Kommentar den Zusatz "Gott befohlen!" zu vermerken. Großes Kino. Großes Schmierentheater. Wenn man das liest, weiß man, wie schön es ist, dass die deutsche Sprache so kreativ sein kann, sie das Wort "fremdschämen" hervorgebracht hat.

 

Facebook. Da kann fast jeder eine Seite zu fast allem einrichten. Für sein Haustier etwa, seine Bücher oder über die Qualität der geliebten Brezen vom Bäcker des Vertrauens um die Ecke. Ja, bei Facebook kann man von fast allem Fan werden. So auch von Heinz "Heiner" Eggert. Facebook ist wie geschaffen für Menschen, die omnipräsent sein wollen und selbst durchdrungen sind von ihrer eigenen Bedeutung in diesem, ach was, nicht nur in diesem, auch im nächsten Leben. Die eben überzeugt davon sind, jede Tasse getrunkenen Kaffees bedürfe einer gebührenden Erwähnung, dies am besten mit hinzugefügten Fotos und tiefschürfenden Kritiken ("hat gut geschmeckt!").
Wenn es stimmt, dass Facebook-Auftritte auf die Persönlichkeit des jeweiligen Facebook-Users verweisen, dann könnten all die Heiner-Fotos von Parks und Kaffeetassen und Blümchen auf eine banale Person hinweisen. Das ist der Heiner natürlich nicht. Selbstvergessen aber scheint er zu sein, was in der vergangenen Woche seine Kommentierung zur Schäuble-Offer-Affäre zeigte. Zur Erinnerung: Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble kanzelte seinen Pressesprecher Offer vor versammelter Journalistenschar derart ab, das man durchaus von einem demütigenden und menschenverachtenden Gehabe Schäubles sprechen kann. Und während sich die publizistische Intelligenzja Deutschlands fast einig darin war, dass des Ministers Auftritt so gar nicht ging, sprang der Pfarrer Eggert an die Seite Schäubles und behauptete, Offer habe halt Mist gebaut und müsse mit Schäubles Anschissen schon deshalb leben, weil er ja so hochbezahlt sei. Ach, hätte er nur geschwiegen der Heiner. Doch ein wortgewaltiger Mann wie Heinz Eggert schweigt selten, er setzt meist noch eins drauf, so auch in diesem Fall: "Inkompetenz kann ich nicht ausstehen!", schrieb er Offer via Facebook ins Stammbuch, und das wiederum verwies doch deutlich auf Eggerts authentische Persönlichkeit, denn mit Inkompetenz, zumal hochbezahlt, kennt sich der Herr Staatsminister a. D. ja bestens aus...


Nach Protestreaktionen hat Pfarrer Heinz Eggert dann vielleicht bemerkt, dass das Bild, das er da von sich selbst gezeichnet hat, doch nicht so gut ist für die Heiner-Corporate-Identity, und daraufhin seine Kommentare wieder gelöscht, was nicht nur den gesamten Verlauf einer Facebook-Diskussion versaut, sondern in erster Linie von mangelnder Souveränität zeugt, zumal Eggert seine Ausfälle nicht erklärt und sich dafür auch nicht entschuldigt hat. Einen Tag später dann war er ganz raus aus Facebook, in gewohnt weinerlicher Manier erklärte er, er brauche eben jetzt all seine Kraft, um sich um irgendwelche Menschen kümmern.


Auf solche Ausfälle wie gegen Offer gehen die aktuell 168 Menschen nun auf der Heiner-Nachrufseite nicht ein. Für sie ist der Heiner ja auch "weise", und da beruhigt es, dass ungeachtet der für sie subjektiv empfundenen Zumutung durch Heiners Facebook-Deaktivierung viele in ihren Kommentaren auch betonen, sie könnten "ja irgendwie auch verstehen", dass sich der Heiner "nun erholt", er eine "Auszeit" nehme. Fragt sich nur von was: Wer sich dadurch erholt, indem er sich bei Facebook deaktiviert, verweist quasi automatisch darauf, dass er nicht wirklich Großes leistet im Leben. Von 1991 bis 1995 immerhin trug er den schmückenden Titel "Sächsischer Staatsminister des Inneren", im Juli 1995 setzte ihm sein Dienstherr, Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung von Mitarbeitern den Stuhl vor die Tür. Eggert sprach damals von Verleumdung und dem Versuch seiner Demütigung und zeigte einmal mehr, dass er ein großes Talent darin besitzt, sich selbst als Opfer, als Verfolgter zu stilisieren, so wie er das zuvor schon mit Blick auf die bösen, bösen DDR-Schergen getan hat, die ihn vor dem Mauerfall nicht in Ruhe gelassen haben sollen. Der Autor dieses Beitrags war damals einer der ganz wenigen in Eggerts Partei, der CDU, die ihn öffentlich in Schutz nahmen. In der Wochenzeitung "Die Zeit" vom August 1995 kann man unter der Überschrift "Wir Schwule", der Beitrag lässt sich googlen, lesen: "Heinz Eggert ist ein Gewinn für die Partei!". Hiernach verdeutlicht der Autor, dass die Vorwürfe gegen Eggert wohl falsch seien. Nichts genaues aber weiß man bis heute nicht, nur eines ist klar: Der Autor dieses Beitrags würde seinen damaligen "Zeit"-Essay nach heutigen Wissensstand zweifelsohne nicht mehr so schreiben.


Bis 2009 war Eggert Mitglied des sächsischen Landtages, hat eine schöne Pension und stockt diese mit einer Tätigkeit als Hobbyjournalist auf. Die von ihm moderierten TV-Talks dienen jedoch allenfalls dazu, jungen Menschen, die später mal "was mit Medien" machen wollen, vorzuführen, wie es gerade nicht geht, und was seriöser Journalismus eben genau nicht ist.


Woher aber kommt der Nimbus des Heinz "Heiner" Eggert? Er ist hemdsärmelig, keine Frage. Wer so ist, fällt automatisch auf als Staatsminister, zumal des Inneren, und da fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, wenn persönliches Gehabe im reziproken Verhältnis zu tatsächlicher Leistung und Erfolg stehen. Damals wie heute ist Eggert das, was man in Österreich einen "Dampfplauderer" nennt, er redet viel und sagt und leistet wenig. Dabei ist er mit allem und jedem "per Du", so war es auch bei Samuel Meffire, dem ersten schwarzen Polizisten in den neuen Ländern - dies natürlich in Sachsen. Eggert hat den gut aussehenden Meffire, der seinen Förderer zum "heimlichen Helden" verklärte, in Werbekampagnen hochstilisiert, um ihn dann rasch wieder tief fallen zu lassen, als Meffires Rotlichtkontakte ruchbar wurden. Bevor Meffire dann irgendwann für einige Jahre gänzlich im Knast verschwand, hatte der hemdsärmelige Herr Innenminister mit dem Polizisten Meffire die Kneipen Dresdens bevölkert, und hinterher dann in weinerlichen Interviews davon gefaselt, wie falsch das doch alles gewesen sei, etwa, dass Meffire ihn, den Minister, immer wieder mal von seiner Polizeidienststelle aus angerufen habe, was natürlich tödlich sei für das Verhältnis zu den Kollegen. Kein Wort aber dazu, warum Meffire überhaupt Eggerts Nummer hatte. Warum er dessen Telefonate in seinem Ministerzimmer überhaupt annahm. Und was der Minister mit dem schwarzen Polizisten denn alles so zu besprechen hatte. So, ja so ist der Heiner, Koch spielen wollen, aber sich aus der Küche verziehen, wenn es zu heiß wird. Natürlich, auch das gehört zur Selbstinszenierung dieses Mannes, war der Heiner ganz enttäuscht vom Sam, in diesen Dingen ist Heiner die Claudia Roth der CDU.


Nun ist Heinz "Heiner" Eggert tot. Zumindest bei Facebook. Doch steht zu befürchten, dass er bald wieder aufersteht. Eine "Renate" verlangt auf der Heiner-Nachruf-Seite: "Komm bald wieder!". Ja, das steht zu befürchten, doch wirklich schlimm ist das nun auch wieder nicht. Die Welt braucht ja schließlich Trash!

 

Holger Doetsch

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Kommentare: 20
  • #1

    Anke (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:30)

    Wunderbar geschrieben...und so wahr;-)

  • #2

    Michael (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:31)

    ich finde heinz eggert hat einen guten grund mal pause von allen zu machen. er will menschlicher werden

  • #3

    Aaron (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:32)

    ... vielen dank fuer diesen wundervoll geistreich geschrieben artikel, der nicht mehr und keinesfalls weniger zeigt, das auch ein jeder schreiben kann was ihm grad in den kopf schiesst, ohne recht darueber zu sinnen ... :o)
    ... ich fuer meinen teil hab spass an solchen geistigen (v)erguessen und trinken noch einen meiner sinnfreien kaffee´s auf ihr spezielles wohl! herr doetsch / pasterny
    ps: ich bin ein mann! nicht wie sie schreiben eine frau, bin nicht homo- oder bi-sexuell, auch nich gelangweilt, und grad recht kein nachlaeufer von herrn eggert, sowie auch nicht mit dessen pr betraut! dies zu ihrer wohlwollenden kenntnisnahme! :o)))
    pps: ... ich wuensche ihnen von herzen weniger brueh und mehr vom licht! ;o)))

  • #4

    Freddie (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:32)

    Boah, da hat der "profilierte" Autor aber viel Zeit und Zeilen darauf verwendet, sich über die "unwichtige" Löschung von Heiners Facebook-Accountzu muckieren.

  • #5

    Victor (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:33)

    was SIe hier von sich geben, ich geistiger Tiefflug. Oder die deutsche Form der Anerkennung: Neid. Vielleicht wurde dem Autor dieses "Artikels" klar, daß Ih nicht so wahnsinnig vielle Leute vermissen, wenn er einmal nichts kommuniziert....

  • #6

    Bata Icevic (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:34)

    Ich finde diesen Kommentar gut und auch richtig. Heinz Eggert läuft mit einer Maske herum, die ihm nun heruntergerissen wird.

  • #7

    brueh-im-lichte (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:37)

    Zu Herrn Eggerts Stellungnahme auf Facebook stellen wir fest: 1. Holger Doetsch hat ihm nie ein Rezensionsexemplar seines Buchs "Ein lebendiger Tag" geschickt, er wusste gar nicht, dass der fachlich omnipräsente Herr Eggert nun auch noch ein Buchkritiker ist. Holger Doetsch habe ihm sein Buch angeboten und er hat es bestellt. Dafür hat er eine Rechnung erhalten, die er beglichen hat. 2. Holger Doetsch ist in der Tat nur 159 cm. "groß", ist also ein Zwerg im Zwergenland. Dass Herr Eggert dies so betont, zeigt Herrn Doetsch erneut sein wahres Gesicht, und dass Herr Doetsch mit seinen Einschätzungen über Herrn Eggert nicht falsch liege. 3. Herrn Eggerts Entgegnung enthält also eine Lüge und eine Beleidigung. Mehr muß man über Herrn Eggert nicht ausführen. 4. Wir äußeren uns grundsätzlich nicht über Artikel etc., die wir verfassen, und wollen es auch weiterhin nicht tun. Sofern aber weiterhin Lügen und Verklärungen folgen, werden wir sehr wachsam sein.

  • #8

    Petra W. (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:38)

    Warum muss immer alles zu Tode gequatscht und wiedergekäut werden.
    Eine Menge Leute haben Spaß an kontroversen Diskussionen, Blödeleinen und liebgemeinten Grüßen.
    Aus diesem Artikel lese ich zwischen den Zeilen ..Neid, Missgunst , Eifersucht ...und mangelndes Selbstbewusstsein.
    Man kann auch als " Zwerg " ganz groß sein...aber man muss dazu auch Größe zeigen !!!!
    *selber nur 159cm GROß ist *
    In diesem Sinne

  • #9

    Steffi Lört (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:39)

    Wo kommen eigentlich plötzlich die ganzen Egger-Jünger her? Hat er die persönlich vorbei geschickt oder woher der plötzliche Solidarismus. Ist ja widerlich. Ich finde keine Stelle im Text, an der irgendwas geschrieben wurde was beleidigend oder gar böse ist. Im Gegenteil. Sowas muss doch erlaubt sein zu sagen, ohne dass hier gleich Eggers-Fan Club aufmarschiert und losledert.

  • #10

    Melanie (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:39)

    Klasse geschrieben, so viel Spaß hatte ich schon lange nicht mehr beim Lesen. :-)

  • #11

    Edgar Valentin Flückiger (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:40)

    Herr Autor
    ich bin auf FB mit Heinz Eggert befreundet. Wie ernst man eine solche Freundschaft nimmt, geht aus den Seiten Kommentaren und Urschreien hervor, die einige jetzt ausstossen, anstatt ihn mal in Ruhe zu lassen. Gewissermassen zum Dank.
    Habe aber eine echte Frage.
    1. Stimmt das mit der Entlassung von Heinz Eggert durch Biedenkopf und War es eine Vermutung (prophylaktisch) oder gehandelt, bzw. die Begründung dazu?
    2. Wo hat er sie Zwerge genannt?
    Können Sie mir das beantworten. Danke. Mit freundlichem Gruss,
    Edgar Valentin Flückiger

  • #12

    Franz (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:40)

    Danke für diesen Einblick,lieber Holger.

  • #13

    Marc (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:41)

    Ich bin vermutlich einer der wenigen Menschen, die sich an dieser Stelle äußern, die die in Rede stehenden Kommentare von Heinz Eggert im sozialen Netzwerk Facebook, bezüglich des Umgangs von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit seinem Sprecher Michael Offer, gelesen haben. Gleichwohl kann ich nicht mehr schildern, als meinen subjektiven Eindruck, genau das möchte ich also im Folgenden tun.

    Ja, in der Tat, ich habe nicht schlecht gestaunt, was ich dort von einem (ehem.) Pfarrer lesen musste. Ich habe es als sehr gehässig und massiv herablassend, als anmaßend und als inhuman empfunden. Christliches hatte das für mich rein gar nichts, von menschlicher Größe zeugte das m.E. in keinster Weise. Der Artikel von Holger Doetsch beschreibt das aus meiner Erinnerung heraus sehr zutreffend.

    Jeder von uns hat jedes Recht der Welt, sich eine Auszeit von Facebook, vom Bloggen oder wovon auch immer zu nehmen. Jeder darf Kraft tanken und seine Gedanken sortieren. Davon bin ich überzeugt. Wenn man das aber genau dann tut, wenn man gerade für etwas, was man gesagt, geschrieben oder getan hat, massiv kritisiert wird, kann man es Menschen vermutlich nicht verdenken, wenn sie darin einen Zusammenhang sehen. Ein solcher muss m.E. also gar nicht bestehen, denn komisch aussehen, namentlich als stehle sich jemand davon, tut es ersichtlich für manch einen so oder so und ein ehem. Landesminister, eine Moderator und ein Blogger könnte das vielleicht auch wissen, gerade, wenn er sich in einem halböffentlichen Raum bewegt. Eine kurze Erklärung (vor Ort) hätte da womöglich Wunder bewirken können. Ich jedenfalls war so schon sehr verdutzt.

    Der nach meinem Dafürhalten – nicht nur aufgrund seiner DDR-Vergangenheit, wie seines Wirkens als Pfarrer und späterer Landesminister – seltsam anmutende und ziemlich peinliche Personenkult um Heinz Eggert oder was das sein soll, ist mir daher auch nicht nachvollziehbar, bestätigt für mich aber genau in dem Moment, wo er einen seiner scheinbaren Fans bittet – sollte er das tatsächlich getan haben – für ihn etwaige Erklärungen o.ä. im Internet publik zu machen, das Bild, welches ich in den vergangenen Tagen von ihm gewonnen habe, weil er selbst es gezeichnet hat.

    Ich denke also: Seinen Ruf hat Heinz Eggert an dieser Stelle selbst ramponiert – durch Aussagen/Kommentare und durch einen zumindest zeitlich sehr ungünstigen Rückzug ins "Private". Holger Doetsch hat auf eben dieses in sehr deutlicher Sprache lediglich hingewiesen. Das sollte legitim sein!

  • #14

    Jana Metze (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:41)

    Der Autor hat sooo Recht. In Sachsen war "Heiner" nie so beliebt, wie er sich gerne gesehen hätte.

  • #15

    R. (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:41)

    Ich habe den Artikel von Holger Doetsch gelesen und finde ihn sehr authentisch und für journalistisch excellent. Da ich die Kontroverse um Heinz Eggert zuvor allerdings schon an anderer Stelle vernommen hatte, habe ich mich mal etwas über Heinz Eggert informiert. Worauf man dabei so stößt, da stockt einem an mancher Stelle schon der Atem. Die kultartige Verehrung der Person von Heinz Eggert finde ich mysteriös. Wenn ein Heinz Eggert hier ja offensichtlich Erklärungen veröffentlichen lässt, dann wüsste ich gerne Mal, was an den Vorwürfen dran ist, die z.B. auf www.mein-parteibuch.com gegen ihn erhoben werden! Und was den konrketen Vorfall angeht: Ich sehe es ähnlich. Heinz Eggert hat seinen Ruf selbst kaputt gemacht und es wirkt wirklich so, als hätte er schnell das sinkende Schiff verlassen wollen, weil es ihm zu heiß geworden wäre. Was er da über Michael Offer gesagt hat (ich habs auch selbst gelesen), fand ich auch unterste Schublade und menschenverachtend. Ihn dafür zu kritisieren und selbst mal den Spiegel vor zu halten, muss wirklich erlaubt sein.

  • #16

    Bill Holler (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:42)

    Ich bin verwirrt und entsetzt über diesen hämischen Artikel. Was bringt diesen Herrn Doetsch dazu, einen derart verleumderischen und hetzerischen Artikel über Heinz Eggert zu schreiben?
    Irgendwie erinnert mich dies an die Methoden, mit denen man damals in der DDR Menschen kaltstellen wollte und konnte.
    Woh hat Herr Doetsch diese Methoden gelernt? Bestimmt nicht als Mitarbeiter von Eppelmann. Oder doch?? Ich kann und möchte mir das beim besten Willen nicht vorstellen.
    Es gibt wenige Menschen, die sich positiv für andere engagieren. Wenige gehen in ein Hospiz und nehmen teil am langsamen und manchmal quanvollen Sterben von anderen.
    Es gibt wenige Menschen, die autark sind und kantig, die nicht in die üblichen Schubladen passen. Heiner gehört dazu. Das war eine große Bereicherung für die CDU.
    Dass man ihn in Sachsen nicht ganz so populär gesehen hat, hängt mit seiner deutlichen Kritik an den Zuständen in der DDR zusammen. Er stellt sich bewusst und klar gegen die Schönfärberei und spricht aus, was viele vergessen lassen sein wollten. Er hat sicher viele der damaligen Mitläufer und Unterstützer eines kriminellen Regimes vor den Kopf gestoßen und sich Feinde gemacht.
    Ich wundere mich nur, dass geistige Erben dieser Feinde auch heute noch zur Feder greifen. Das ist eigenartig, grausam und verletzend.
    Herr Doetch: Sie sollten einmal sorgfältig überlegen, ob Sie mit Ihrer geistigen Grundhaltung in der Christlich Demokratischen Partei Deutschlands wirklich am richtigen Platz sitzen.
    Bill Holler

  • #17

    Marc Fan (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:42)

    Bei allem Respekt, aber so mancher Kommentator disqualifiziert sich mit seinem entlarvendem Geschreibsel nach meinem Dafürhalten hier klar selbst! Da fällt mir, unabhängig von der etwaigen strafrechtlichen Relevanz solcher Verlautbarungen, mit denen Herr Doetsch augenscheinlich in eine Ecke gerückt werden soll, in der er, dessen Vita gerade an dieser Stelle wohl für sich spricht, nun wahrlich als aller Letzter steht, beispielsweise die Frage danach ein, wo Herr Doetsch dieses oder jenes gelernt haben mag! Das ist schlicht eines: Eine bodenlose Unverschämtheit und verlangt nach einer Entschuldigung!

    Zugleich wird mir aber vor allem eines sehr deutlich, namentlich wie weit der sonderbar anmutende Personenkult um Heinz Eggert geht. Dieser Mann scheint eine unglaubliche Kontrolle über seine Fans, die fast schon wie ergebene Jünger wirken und ihem verherrlichten Idol auf Schritt und Tritt zu folgen scheinen, zu haben! Ich halte das - nicht nur mit Verweis auf die an verschiedenen Stellen gegen ihn erhobenen Vorwürfe, deren Korrektheit oder aber Unrichtigkeit ich weder kenne, noch beurteilen möchte - für nicht ganz ungefährlich. Mit jedem Wort, was seine Unterstützer schreiben, wird Heinz Eggert mir suspekter.

  • #18

    Rainer Rolfes (Mittwoch, 27 Juli 2011 12:43)

    Die Vorwürfe hier und auf der Eggert-Fanseite, wonach Holger Doetsch bei der Stasi war, sind unglaublich und unverschämt. Holger Doetsch hat bereits vor dem Mauerfall Bürgerrechtler in der DDR aktiv unterstützt und Leute freikaufen lassen, zu einer Zeit also, als Herr Eggert noch in seinem Pfarrhaus gesessen und auf bessere Zeiten gewartet hat. Und Doetsch ist kurz nach dem Mauerfall in die DDR gegangen und hat ehrenamtlich (!) das "Neue Forum" und den "Demokratischen Aufbruch" unterstützt, was dazu führte, dass er als einziger "Wessi" und DDR-Bedingungen in der de-Maizière-Regierung als Pressesprecher gearbeitet hat. Das ist die Wahrheit.
    Wo sind denn Herrn Eggerts Wahrheiten?

  • #19

    Markus (Mittwoch, 27 Juli 2011)

    die defizite eines heinz heiner eggert sind nicht zu übersehen. die selbstverliebtheit von diesem schimanski- macho -verschnitt ist unerträglich. Jemand der es nötig hat, sich eine Facebook Fangemeinde heranzuzüchten, die ihn unreflektiert anbetet und jeden seiner Kommentare - sind sie auch noch so einsilbig und hohl - bejubelt, ist als Theologe nicht ernst zu nehmen. Einfach nur lächerlich.

  • #20

    Wiesemann (Montag, 25 März 2013 20:44)

    Was für eine Häme! Widerlich.

"Ich blute aus allen Löchern"

Sie ist das älteste Gewerbe der Welt. Sie ist eine Fleischbeschau. Sie verhindert womöglich Vergewaltigungen. Sie sorgt für Vergewaltigungen und Gewalt. Sie zerstört Leben. Sie bereichert Leben für wenige Minuten. Sie tötet. Sie vergisst nie: Die Straßenprostitution. Die Straßenprostitution in Nordrhein-Westfahlen ist breit gefächert. Es gibt die Drogenstrichs, die Kindermeilen, das Hausfrauenviertel und die Zwangsprostituierten. Freier machen sich wenig Gedanken über die Motivation der Huren. Für sie zählt einzig der Dienstleistungsgedanke. Gute "Ware" gegen gutes aber doch bitte geringes Entgelt. Mehr

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