Der ewige Jude - Schönen Gruß an Herrn Westerwelle!

von ATTILA TERI

 

Was glaubt der Jude, wer er ist? Wo kommen wir denn hin, wenn jeder sich einfach dir nichts, mir nichts anfängt zu wehren? Es ist unerhört, was die schon wieder veranstalten, aber so sind die eben, diese ewigen Juden. Undankbar, herrschsüchtig und größenwahnsinnig. Da ist man so nett, besiegt für sie das Dritte Reich, gibt ihnen auch noch ein Land und so zahlen sie es uns zurück.

Also, ein bisschen Leidensfähigkeit darf man wohl von ihnen doch erwarten, oder? Sich wegen ein paar Tausend mickrigen Raketen so aufzuführen, ist einfach unfair. Mein Gott, was ist das schon, ein paar Mal am Tag für wenige Minuten in den Luftschutzkeller zu gehen und bei angenehmen Temperaturen eine kleine Pause einzulegen? Ist doch nicht mehr wie die Länge einer Zigarette. Na gut, die Kinder stehen unter Dauerschock, ab und an wird einer von ihnen zerfetzt oder taub. Das Leben ist eben hart und fordert Opfer, auch von diesen Juden. Sie zeigen nicht die geringste Dankbarkeit. Wenn wir böse gewesen wären, hätten wir den Krieg damals solange hinausgezögert, bis unsere Freunde ihre Arbeit zu Ende gebracht hätten. Hm, dann gebe es diesen Blödsinn namens Israel doch gar nicht, der Ölpreis wäre stabil und an den Börsen würden nur redliche, arische Menschen für unser Wohl sorgen. Aber so kommen wir doch nie zu Ruhe und diese verdammte jüdische Weltverschwörung ist an allem Schuld. 


So weit die etwas überspitzt geschilderte Reaktion der Welt auf das Selbstverteidigungsrecht Israels, woran sich auch seit dem letzten Gaza-Krieg nichts geändert hat, wenn man sich die Kommentare von Herrn Westerwelle zu Gemüte führt. Es kommt mir vor wie die Geschichte einer Ehefrau, die 20 Jahre lang von ihrem Mann Tag für Tag verprügelt wurde und ihn plötzlich einfach mit der Bratpfanne erschlägt. Die Familie und die Nachbarn können es nicht fassen. Warum ist die denn so durchgedreht, bisher war doch alles in Ordnung? Sie hat immerhin nichts dagegen gehabt oder getan, verdroschen zu werden. Scheinbar reagiert die Welt nach denselben Prinzipien, wenn es um Juden und Israel geht. Sie kommt einfach immer noch nicht mit der Tatsache klar, dass die Juden nach Jahrtausenden der Verfolgung und der Shoa beschlossen haben, sich nie wieder schlagen zu lassen und gar zurück schlagen. Was für alle Länder, Nationen und Rassen gilt, ist für den jüdischen Staat wohl ein unerreichbarer Traum – Gleichbehandlung und das Recht, zu leben.

Natürlich ist es tragisch, wenn unter den Opfern viele unschuldige Zivilisten sind, aber wer ist daran schuld? Wie lange muss ein Staat es tatenlos hinnehmen, dass ein Teil seines Territoriums mit Raketen beschossen wird, in seinen Städten immer wieder Bomben hochgehen und seine Bürger dadurch im permanenten Kriegszustand leben müssen?

Wenn ein westlicher Staat ähnlich angegriffen werden würde, hätte der längst reagiert, dem Angreifer den Krieg erklärt und platt gemacht. Israel hat monatelang hat auch dieses Mal davor gewarnt und tut es immer noch Tag für Tag, wohin der ständige Raketenbeschuss führen wird und die radikalen Islamisten aufgerufen, ihre Angriffe einzustellen. Auch die Blockade des Gaza-Streifens begann erst, nachdem die Hamas die neu gewonnene Freiheit lediglich dazu nutzte, das eigene Volk und Israel zu terrorisieren. Ihre Antwort war und ist bis heute: noch mehr Raketen auf Israel abzufeuern und ihre palästinensischen Widersacher einzusperren und zu töten. Und nun ist es so weit! Sie dürfen die Früchte dafür ernten, welche Pflanzen sie gezüchtet haben. Es ist an sich wie die alte Geschichte mit dem Kind und dem Vater. Wenn das Kind trotz Warnungen seine Hand auf den heißen Herd legt, wird es sie verbrennen. Genau das geschieht jetzt in Gaza  und der Wahnsinn wird nur dann aufhören, wenn die radikalen Kräfte begriffen haben, dass es so nur Verlierer gibt und der Traum der Palästinenser vom eigenen Staat auf diese Weise auch nie verwirklicht werden kann. Man kann nicht von Israel die eigene Lebensberechtigung einklagen, wenn man dies selbst dem jüdischen Staat abspricht! 


Aber zu einem wirklichen Frieden gehört auch, dass die Welt, inklusive Herr Westerwelle, aufhört, Ursache mit Wirkung zu verwechseln und nicht erwartet, dass die Juden auch die andere Wange hinhalten. Nein danke, das ist ein Privileg der Christen! Ah so, bevor ich es vergesse! Shalom vom ungarischen Wochenendhobbyjuden! ;-)


Attila Teri

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Kommentare: 3
  • #1

    Stefan R. (Freitag, 29 Juli 2011 17:18)

    ich finde du übertreibst total in der darstellung, wie die welt juden sieht.

  • #2

    Maria W (Freitag, 29 Juli 2011 17:18)

    @Stefan Ich finde er hat total recht. Ich weiß nur nicht so ganz, wieso Westerwelle hier im Text auftauchen musste.

  • #3

    Stefan R. (Freitag, 29 Juli 2011 17:18)

    zum glück sind geschmäcker ja verschieden

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Sie ist das älteste Gewerbe der Welt. Sie ist eine Fleischbeschau. Sie verhindert womöglich Vergewaltigungen. Sie sorgt für Vergewaltigungen und Gewalt. Sie zerstört Leben. Sie bereichert Leben für wenige Minuten. Sie tötet. Sie vergisst nie: Die Straßenprostitution. Die Straßenprostitution in Nordrhein-Westfahlen ist breit gefächert. Es gibt die Drogenstrichs, die Kindermeilen, das Hausfrauenviertel und die Zwangsprostituierten. Freier machen sich wenig Gedanken über die Motivation der Huren. Für sie zählt einzig der Dienstleistungsgedanke. Gute "Ware" gegen gutes aber doch bitte geringes Entgelt. Mehr

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